Mittwoch, 12. August 2015

Modegedanken

Ihr Lieben.

Der Juli ist lange um und damit auch der zweite Monat meiner Second-hand-Mission.
Mit dem Ergebnis bin ich ehrlich unzufrieden - so sehr, dass es kein Bild davon gibt.
Immerhin: Ich habe großartige Pumps gebraucht von meiner Mum übernehmen können.

Ansonsten wanderten aber 5 neue Kleider in meinen Schrank.
2 davon sind ganz okay für mich.
Sie stammen von kleinen Labels und waren sündhaft teuer, was mich hoffen lässt, dass sie anständig produziert worden sind. Hergestellt sollen sie in der EU sein.

Die anderen 3 stammen vom Schweden.
Keine weiteren Fragen, euer Ehren. Ich bin beschämt.

Noch schlimmer ist, dass ich, aus spontaner Lust in dieser Woche schon wieder 2 neue Stücke heim getragen habe und in der Woche davor (es war so gerade eben August und meine Mission beendet) gemeinsam mit meiner Mum 5 (!!) Teilchen.
Himmel noch eins, da bleibt mir sie Spucke weg.
Als Entschuldigung bete ich das Mantra: "Ja, aber der neue Job. Da will ich doch vernünftig aussehen."
Das ist legitim, finde ich.
NUR: könnte ich das ja auch in fairen Shirts. Oder in Gebrauchten.
Heute bin ich im Naturladen um die Ecke und sehe entzückende Shirts von armedangels.
Sie sind nicht besonders teuer.
Ich kaufe keines, weil ich ja schon so viel Geld für Klamotten ausgegeben habe diesen Monat.

http://stocksstandard.com/wp-content/uploads/2014/01/Picard-Facepalm.jpg 

Das ist alles, was Picard dazu zu sagen hat.

Ich stolpere über diesen Artikel (den ich zugegeben bislang nur überflogen habe. Aber trotzdem).
MAN verdammter, denke ich.
JA! - Unsere Klamotten werden zu billig produziert!
JA! - Ich fühle mich mies bei dem Gedanken daran, wie menschen wie du und ich in aller Welt unter schlimmsten Bedingungen leben, stundenlang hungrig und ohne Perspektive auf Besserung in schrecklichen Fabriken Nähen müssen. Nicht denken mag ich daran, dass das nicht selten Kinder sind, denen ich durch meinen Billigklamottenwahn die Kindheit raube.
Es zählt nicht, zu sagen, wenn ich es nicht täte, täte es jemand anders.
Es geht um's Prinzip.

Daher gehe ich in die Verlängerung.
Ich brauch das.
Oder vielmehr: mein Hirn braucht das.
Die 2 Monate waren absolut nicht genug Zeit, um den kleinen Trampelpfad "Second-hand" ausreichend auszubauen.
Ergänzen möchte ich die Mission um den Aspekt "fair".
Ich winde mich bei dem Gedanken, keine neue Klamotte mehr unter 50€ zu erstehen.
Ich möchte auch garnicht wissen, wie der böse Blick aussieht, den mir mein Konto deswegen zuwirft!
Es muss sein.

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