Samstag, 1. August 2015

nachhaltige Kindergeburtstagsgeschenke und: was wir im ersten Jahr nützlich fanden und was nicht

Salut ihr Lieben!

Langsam glätten sich die Wogen der Geburtstags- und Hochzeitswellen, die im Juli über uns schwappten.
Beim Aufräumen habe ich erst einen richtigen Überblick über die Flut an Geschenken für Iko erhalten und frage mich, wo um alles in der Welt wir diese Berge unterbringen sollen, beziehungsweise wie es überhaupt zu so viel Geschenken kommen konnte.
Schön sind sie alle - so viel steht fest.

Besonders habe ich mich über zwei Geschenke gefreut, denn sie trotzen ein wenig dem Überfluss.


Sicher kennt ihr das Prinzip und ich bin die einzige, die vorher noch nicht davon wusste.
Jedenfalls finde ich die Idee ebenso simpel, wie genial.
Ball "genäht", Öffnung freigelassen, Luftballon hineingesteckt und aufgepustet.
Anstatt den Ballon zu verknoten, wird das Ende nur verdreht und in die Lesche gesteckt.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das wirklich hält, aber es hält.
Spiel vorbei?
 Luft rausgelassen und beides verstaut für's nächste Mal.


 Der Kipplader stammt von Freunden, die ihn im Fairkauf entdeckten.
Iko ist begeistert, der Vorbesitzer war es ganz sicher auch und wenn Iko keine Schweinerei veranstaltet, kann es vielleicht auch noch einen glücklichen Nachbesitzer geben.
Kinderspielzeug ist so wahnsinnig teuer und ist oft viel länger schön und bespielbar, als ein Kind Lust daran hat.


NOCH spannender, als das neue Spielzeug war aber natürlich der Spielschrank der Großen (Ja. Unsere Spiele stehen im Küchenschrank. Und nein: Die Küchensachen stehen nicht in einem anderen Zimmer. Wir haben irgendwie zu wenig, um damit eine ganze Küche zu füllen).


 Bei den Vorbereitungen war Iko übrigens ein fleißiger Helfer und hat jedes zweite Stück Melone zur Sicherheit vorgekostet.


Ich hatte ja immer den Plan, dass sobald er stehen kann, wir so einen tollen Küchenturm bauen, damit er zuschauen und helfen kann.
Wie sich herausstellt, genügt ein Stuhl und ein wenig Vorsicht auf Seiten der Erwachsenen.
Und damit kommen wir zum 2. Thema:
Was fanden wir im ersten Babyjahr nützlich und was überflüssig?


Überflüssig:

1. Babybadewanne / Badeimer.
Zugegeben: wir hatten beides. Praktisch war keins davon. Schnell sind wir daher auf die Duschwanne umgestiegen und damit sehr happy. Duschen macht Baby übrigens genauso sauber, wie Erwachsene^^.

2. Babybett
WIEBITTE??? Denken vielleicht manche von euch.
Iko hat, wie ihr bereits wisst, vom ersten Tag an, wie vor ihm hunderttausende Kinder in der Menschheitsgeschichte, neben uns geschlafen.
Die Kinder von den Eltern getrennt Schlafen zu lassen ist eine Mode. Und keine besonders Gute.
Es gibt nichts Schöneres, als neben ihm zu liegen und ihn jederzeit Kuscheln zu können und ich denke gar nicht daran, ihn eher aus dem Bett zu vertreiben, als bis zu dem Tag, an dem er sein eigenes Bett einfordert. Babys (und Kleinkinder!) sehnen sich nach dem Schutz, der Nähe und Geborgenheit der Eltern, Sie wollen sie jederzeit riechen, fühlen und - wenigstens die Mamabrust - schmecken können. In diesem Bedürfnis ist kein Platz für räumliche Distanz.

3. Babywippe / Babyhängematte usw.
Wippen aller Art ahmen lediglich mehr oder inder gut nach, was das Baby als weitere Grunderwartung an die Welt stellt:
Eingekuschelt getragen und geschuckelt sein.
Und - Überraschung! Dafür haben wir Menschen zwei Arme, eine Brust und einen starken Rücken.
Ausgerüstet mit Tragetuch oder Trage lässt sich der Babyalltag bequem bestreiten. Nebenbei klappen auch lästige Dinge wie Hausputz und Einkauf einwandfrei.

4. Laufstall
Solltest du gerade überlegen, ob du einen Laufstall anschaffen sollst oder nicht:
Tu es nicht!
Du sperrst dein Baby damit ein wie ein Haustier.
Und das ist beinahe alles, was sich dazu sagen lässt.
Arbeite lieber nach dem Prinzip der "Vorbereiteten Umgebung".
Robbe durch die Wohnung und versuche Gefahrenquellen in dieser Höhe zu finden.
Die kannst du sichern oder entfernen.
Und schon kann sich dein Baby frei in der Wohnung bewegen - was es unbedingt will, denn es will so sein wie du und du darfst ja überall hinlaufen.
Richte unbedingt auch Schubladen ein, die ungesichert sind und die dein Spatz aufziehen darf, um sie auszuräumen und mit eigenen Schätzen zu füllen.
Du tust dir damit selbst einen Gefallen, wenn du diese frühen Ordnungs- und Aufräumversuche unterstützt, denn dann wird später das Kinderzimmeraufräumen viel seltener zum Krampf.

5. Breigläschen
Absolut überflüssig.
Denk lieber ein wenig nach, was du für dich selbst kochen kannst, das dein Baby auch essen kann.
Oder koche einfach eine große Ladung Babybrei vor und friere ihn ein.
Babys finden es gar nicht schlimm, wenn sie vier Tage in Folge Mittags das selbe essen und du kannst auf diese Weise super feststellen, was dein Liebstes verträgt und was nicht.

6. viele Spielzeuge und Klamotten
Aus den ersten Größen wachsen die Spätze ja eh schnell raus.
Statt den ganzen Kleiderschrank damit zu füllen, lieber weniger haben und einmal mehr waschen.
Ähnliches gilt für Spielzeug.
Babys wollen die Welt entdecken.
Spannend sind daher alle Alltagsgegenstände.
Und daraus ergeben sich spannende Spielzeuge!
Eine Zeit lang war Ikos liebstes Spielzeug ein Bratenwender... Da wäre ich NIE drauf gekommen, dass der ein tolles Spielzeug sein könnte!

7. Kinderwagen
Zugegeben: Wir nutzen unseren ab und an.
Aber viel zu selten, als dass sich seine Anschaffung gelohnt hätte.
Ich betone es noch einmal: Trage dein Baby! Dein Rücken gewöhnt sich an das Gewicht!
Und was die Steinzeitmamas konnten, das sollten wir - wenigstens im ersten Lebensjahr - auch können.

8. Wickeltisch
Zum Wickeln genügt der Platz auf einer Kommode, die du später noch für Spielzeuge und Kleidung verwenden kannst.
Einfach eine große Platte draufschrauben und los geht der Spaß.

9. Wickeltaschen
Praktischer und Rückenfreundlicher (!!!!) ist dein Rucksack.

10. Babybesteck
Deine Kuchengabeln und Teelöffel tun's auch.
Du hast Angst, dass sich dein Baby verletzt? 
Beobachte es mal genau.
Lass es Dinge ausprobieren, von denen du fürchtest, es könnte sich verletzen.
Schnell wirst du dein Kind bewundern, wie vorsichtig es ist und bemerken, dass es sich nicht selbst verletzt.


Großartig und nützlich waren für uns folgende Dinge:

1. Pucktuch (es genügt aber eine einfache Decke!!)
Gold wert bei schreiendem Baby

2. Schnuller
Anders als unsere Verwandten die menschenaffen tragen wir unseren Nachwuchs nicht 24/7 auf dem Arm. Und ehrlich gesagt stelle ich es mir in unserer Gesellschaft schwierig vor, als Mutter ständig mit entblößter Brust herumzulaufen.
Trotzdem wollen Babys Nuckeln - und das sollte man ihnen nicht verwehren.

Wer Angst vor schiefen Zähnen hat, der sei an den großen Eifer der Zahnärzte und Kiefernorthopäden erinnert, JEDEM Menschen eine Zahnspange anzudrehen. Geben wir ihnen Arbeit!

3. Trage und Tragetuch

4. andere Eltern
oder: Mütter brauchen Mütter! Es tut gut, sich mit Menschen zu umgeben, die die gleichen Themen haben und von ihren ideen und Lösungen zu profitieren.
Geh raus, triff dich mit anderen. Igel dich unter keinen Umständen ein!

5. Nasensauger für den Staubsauger
Die Dinger aus der Apotheke bringen's nicht.
Ältere Babys besitzen aber unerwartet viel Kraft und sind super wendig, sodass der elterliche Entschnodderungsversuche geschickt unterbunden werden kann!^^

6. Spuckfreundliche Teppiche
Nichts ist anstrengender, als ständig zu fürchten, das eigene Kind könnte irgendwo Flecken hinterlassen. Teppiche, die sich leicht reinigen lassen oder auf denen Flecken schwer zu sehen sind, schaffen da Erleichterung.

7. Abwaschbare Hochstuhlunterlage
Mit so einem tollen Teil steht der ganzkörperbreierkundung nur noch der elterliche Unwille im Weg! :-D

8. Matratzen auf dem Boden
Mit Lattenrost drunter der perfekte Ort zum Kuscheln und für den Mittagsschlaf (und später recyclebar für das Kinderbett)

9. Fahrradkindersitz
Soooooo viel Beweglichkeit!
Auch wenn der Hype die Anschaffung eines Kinderfahrradanhängers verlangt: tu es nicht, so lange dein Baby nicht spricht.
Du bist weit weg von ihm und es sieht im Straßenverkehr vielleicht Dinge, die ihm Angst machen.
Studien zeigen, dass Kinder, denen der Haut- und möglichst sogar Blickkontakt zu den Eltern möglich ist, deutlich entspannter sind und weniger weinen.
Also: Stress dein Kind nicht unnötig!!

10. Babyschwimmen
Gut für die körperliche Entwicklung.
Wassergewöhnung.
Verminderung der Gefahr zu ertrinken.
Liebe liebe Eltern.
Eine halbe Stunde, in der du unter Anleitung dein Kind beobachten kannst.

Und jetzt bin ich gespannt:
Was fandest du hilfreich im ersten Babyjahr und was nicht?

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