Mittwoch, 30. September 2015

befreiend wenig

Am Wochenende kam ich nicht dazu, heute aber fand ich ein paar ruhige Minuten, um meinem Kleiderschrank auf die Pelle zu rücken.

Die 37 schwirrte in meinem Kopf herum und ich war gespannt, auf welche Zahl ich wohl käme, sobald ich die Überfluss-Spreu vom Kleider-Weizen getrennt hätte.

Noch ist nicht alles Weizen, aber ich wollte ich auch nicht vorschnell von Dingen trennen, die ich hinterher dann doch vermisse.


Zur Orientierung:
Links 3 Blazer, von denen mindestens einer überflüssig ist.
Daneben 5 Hosen. 2 davon schon bald zu kalt für die frischeren Herbstwinde - da muss noch was dazu. Im gezackten Bastkorb meine Schals. Zuunterst liegen ein paar Schals, die für mich einen emotionalen Wert haben, weil ich sie zu besonderen Anlässen getragen habe oder sie von einem geliebten Menschen geschenkt bekam, aktuell aber nicht mehr trage.
In Gebrauch sind aktuell 4 Schals.

In der mittleren Kiste sind Strumpfhosen, die ich gar nicht erst zählen will. Es ist mir ein Rätsel, wo die alle herkommen. Und: Dieser Haufen ist der Rest - eine mindestens 2x so große Menge habe ich aussortiert. Vielleicht ist das die alte kleine Ballerina in mir, die sicher gehen will, dass sie zu jedem Tutu die passende Strumpfhose hat...?

Unten im Fach liegen Sport- und Schlumperhosen, dahinter 4 Langarmshirts.

Die beiden schwarzen Kisten rechts unten sind mein Lager und beherbergen Wahlweise Sommer- oder Wintergarderobe sowie Schlafanzüge.
Mitte: Unterwäsche und Socken in Kästen - was ich an Strumpfhosen zu viel habe fehlt mir bei den Socken. Socken kaufen ist für ich ein Angang. So sinnlos! Könnte es nicht einen ewigen Sommer für die Füße geben, sodass jeder Tag ein Ballerina-Tag ist? In den Lücken liegen 8 Tops und 7 T-Shirts.
Da lässt sich sicher noch was drehen.

Mein einziger Rock steht hinter der Kamera und hat daher noch keinen neuen Platz im Schrank.

Auf den Bügeln hängen 7 Pullis (von denen mindestens 2 überflüssig sind), 9 Blusen (auch da macht es Sinn, noch einmal ganz genau drauf zu schauen. Ich bin ziemlich sicher, dass ich manche von denen zuletzt vor 2 Jahren getragen habe...), 6 Kleider (die müssen sein. Da muss eher noch eins dazu. Und das ist auf gar keinen Fall zu viel.) und 6 Strickjacken. Wobei: 3 davon sind Ponchos, also streng genommen keine Jacken. Alle 3 trage ich gerne. Nur ob die im Winter warm genug sein werden...?

Für die Übergangsjahreszeiten habe ich 3 Paar Schuhe, ein Viertes ist auf dem Weg.
Wer mitgezählt hat weiß, dass ich die 37 überschreite - etwa um 20 Teile.
Für den Anfang finde ich das ein tolles Ergebnis.
Es ist großartig, in den aufgeräumten Schrank zu sehen und überall von Lieblingsteilen angelächelt zu werden.
Kaum hatte ich den ganzen Ballast herausgepult, stürmten zudem Ideen für Kombinationen auf mich ein, an die ich noch nie gedacht hatte.

Ich steh auf diesen Minimalismus-Trend.
Und du?
 

Kommentare:

  1. oh großartig, finde dass! sehr sehr inspirierend! und oh wie lange schon will ich auch so ein befreites, entspanntes Gefühl von Liebllingsteilen angelächelt zu werden, wenn ich den Schrank/offenen/DIY-Hänge-Dings, aufmache... ich will doch unbedingt! bin gespannt...ich überlege, von deinem schönen Beitrag inspiriert, meine morgigen Pläne einfach sein zu lassen und es endlich anzugehen! das Kondo-Buch noch nicht mal zu Ende gelesen, aber eines war und ist mir durch ihr Buch - UND nach deinem Post - klar, wenn "Minimalismus" [kann das Wort aber nicht mehr hören/lesen, irgendwie, so "verbraucht" find ich's schon] dann: auf jeden Fall mit der Garderobe bzw. dem Kleiderschrank beginnen! und es stimmt, ich musste ja so schmunzeln ;) man KANN doch eigtl. erst dann wirklich sehen und tolle Lieblings-Wohlfühl-Kombinationen erkennen, wenn tatsächlich NUR die Sachen da sind, die man auch sehr mag!? absolut JA! sehr schön, komme aus dem Schmunzeln nicht mehr raus...hab ganz lieben Dank dafür! es war sehr erfrischend, ehrlich und wie geschrieben inspirierend, deinen Beitrag zu lesen und einen Blick in deinen Schrank bekommen zu haben! sieht doch super toll aus! ;)

    liebste Grüße, Elise*

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  2. Merci, ich freu mich, dass der Post dir gefällt!
    Ich finde es sehr hilfreich, sich zu erinnern, wann man ein Kleidungsstück zuletzt getragen hat.
    Alles, was länger als ein halbes Jahr nicht getragen wurde (Saisonale Garderobe mal ausgenommen), nimmt eigentlich nur Platz weg und versperrt den Blick für die Lieblingsdinge - also weg damit! :-D

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