Sonntag, 4. Oktober 2015

Bodenschätze

Ein knöriges Kind am späten Nachmittag kann ja so ein Segen sein.
In Ermangelung anderer Ideen zogen wir also in den Garten, in der Hoffnung, dem Spatz über Sandburgen und Baggermatsch etwas gute Laune entlocken zu können (der Plan ging auf).

Nebenbei ergab sich dann aber noch eine ungeplante Ernte mit unerwrteten Ausmaßen.
Ich begann mit den Mini-Zucchini, die in unserem Schattengarten seit WOCHEN partout nicht weiterwachsen wollen und langsam aber sicher das Interesse von Schnecken und anderen Leckermäulern wecken.

Dann wollte ich nur mal kurz nach den Kartoffeln sehen.
In kürzerster Zeit waren meine Hände rabenschwarz und unter den Fingernägeln machte sich eine fröhliche Dreckansammlung breit (Tolles Gefühl. Wo ist man sonst so lebendig, wie im Dreck? Vielleicht war ich in meinem früheren Leben ein Schwein? So eins von der Sorte mit diesem entzückend gelockten Fell? Eine kleine Stimme in mir ruft im Garten jedenfalls immer: Oh ja! Dreck! Toll! Hinein mit dir und schön drin wälzen!...)
Wo war ich?

Also Hände dreckig und Eimer randvoll. Yay!
Derweil kam J auf die Idee, man könne ja auch mal die zahlreichen Mirabellen in Reichweite pflücken - und schwupps war der nächste Eimer voll.


Stolz wie Oskar kehrten wir mit besänftigtem Kind und fetter Beute in die Wohnung zurück.
Heute heißt es daher Marmelade einkochen und Kartoffeln schälen.

Es gibt doch (fast) nichts Besseres als ein eigenes kleines Fleckchen Grün!

1 Kommentar:

  1. Hey du,
    ich bin gerade auf deinen tollen Blog gestossen und da er mir so gut gefällt bin ich auch gleich mal Leserin geworden. Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten für Klein und Gross

    PS. Wenn du nur etwas für etwas im für junge Erwachsene und Erwachsene suchst schau mal HIER

    AntwortenLöschen

Was denkst du?