Montag, 28. März 2016

verrückte Ostern!

Frohe Ostern!

Beinahe habe ich vergessen, wie man die Maus bedient und wie sich ein Text tippt, so lange ist es her, seit ich einen Post geschrieben habe. Die durch die Tageseltern bedingten "Ferien", die mich 10 Tage von der Arbeit entfernen, tun ihr Übriges.

Das Tolle an der Pause: endlich Zeit, den stärker werdenden Nestbautrieb auszuleben.
Bei uns in den letzten Tagen geschehen in For von Familienbett-Bau.
2,80m beinahe fertige Bettlandschaft erstreckt sich jetzt in unserem Schlafzimmer und nach den ersten Probenächten lautet das Urteil: Platz tut ungemein gut! ;-D

Warum nur beinahe fertig?
Nun, unser Osterhase der Postbote hat es versäumt, uns rechtzeitig den blauen Samt zuzustellen, mit dem wir das Kopfteil beziehen wollen und aus dem noch eine Husse zu nähen ist.
Daher steht das Bett zwar voll funktionsfähig aber noch etwas blank und wenig aufgerüscht im Raum. Da ich aber in der letzten Zeit neben der Arbeit das Blog ein wenig vollkommen vernachlässige, wird jetzt halt der "nur-funktionsfähig-aber-noch-nicht-hübsche" Zustand dokumentiert.

Wir starteten mit einer Skizze:

Die monströsen Ausmaße des Bettes machten es erforderlich, Bett und Schränke ihren Platz tauschen zu lassen. Für das Bett konnten wir so perfekt die Niesche nutzen, die im Schlafzimmer auf der Wohnzimmerwandseite liegt.

Die Bettenskizze hat der Liebste sinnvoller Weise direkt nach Ende der Bauphase geöscht und ich habe keine Meinung, noch eine zu erstellen. Daher hier nur eine Beschreibung ohne Bild.
Das Bett sollte 2,80x2,00m groß sein. Hierfür kauften wir 2 1,40x2,00m große Lattenroste. Die Lattenroste liegen auf 5 Balken und sind jeweils auf 4 20cm hohe Füße (also insgesamt 20 Füße) geschraubt. Eine grundsolide Sache, die in der Praxis so aussieht:


Jede Lattenrostlatte ist an allen drei Stellen mit den darunterliegenden Balken verschraubt bzw vernagelt - für die Befestigung am jeweils mittleren Balken haben wir nur Nägel verwendet, einfach weil es unglaublich nervtötend ist, 60 Löcher pro Rost vorzubohren.

Auf dieses Gestellt kommt - sobald besagter Stoff ankommt - eine Betthusse aus dunkelblauem Samt, der die Füße verdeckt und das Monstrum ein wenig aufrüschen soll. Da momentan nicht da, liegen da jetzt direkt die Matratzen drauf.


Ein verbleibendes Problem war natürlich die Durchgangstür zum Wohnzimmer. Wie wie in der Probenacht feststellen durften, als Iko schon schlief, fehlte hier gwaltig ein Schallschutz, für den vorher die beiden Kleiderschränke gesorgt hatten. Selbst Flüstergespräche im Wohnzimmer bescherten Iko einen unruhigen Schlaf, von Fantasy-Filmgeräuschen ganz zu schweigen.
Die Lücke musste also gefüllt werden.

Einen nerveraufreibenden Baumarkteinkauf später, an dessen Ende wie wieder einmal begeistert feststellten, dass unser Knutschkugelauto ein echtes Raumwunder ist (es passten hinein: Fahrer, Riesenpaket Dämmmaterial, 4 große Holzplatten für die Tür sowie ein 200x60cm und ein 80x60cm Brett UND ein Kleinkind ordentlich angeschnallt im Kindersitz). Zugegeben: dass Iko auch noch reinpassen würde, damit hatten wir nicht gerechnet, umso größer war unsere Begeisterung, als er dann bequem Platz fand.


Das Dämmmaterial konnte einfach mit einer großen Schere zurchgeschnitten werden, die Holzplatten wurden mit wenigen sehr dünnen Nägeln angenagelt, um den Türrahmen möglichst wenig zu beschädigen.



Nach jedem Sägen sorgte Iko für Sicherheit und entfernte sämtliche Stecker aus den Steckdosen und Verlängerungskabeln.


Um den Vorsprung möglichst wenig auffällig zu gestalten, strichen wir ihn weiß (Acryllack). Später, sollte ich jemals dazu kommen, etwa 4 Stunden am Stück Zeit und Muße zu haben, werde ich dafür noch einen Riesentraumfänger basteln. Den HulaHoop-Reifen und das Garn dafür habe ich schon - allein, es fehlt die Lust, die Friemelarbeit zu beginnen...


Das Kopfteil wurde mit Wandhaken direkt an der Wand befestigt und für das Polstern vorbereitet. Ihr wisst schon, der fehlende Stoff.


Um einen bestmöglichen Kinderritzenreinrutschschutz zu gewährleisten besorgten wir für die Matratzenritze eine Liebesbrücke und J. nähte sowohl die Matratzenschoner als auch die Spannbettlaken zusammen. Jetzt haben wir lückenlosen 2,80m Matratzenspaß UND durchgängige 2,80x2,00m Spannbettlaken. Kann auch nicht jeder von sich behaupten.


Damit war der funktionale Teil des Projektes abgeschlossen und die EIGENTLICH bedeutsame Arbeit der Dekoration konnte beginnen. Und da wir unser altes Boxspring zu einem tollen Preis verkaufen konnten und das neue Bett deutlich günstiger wurde, als befürchtet, war noch ein kleiner Puffer, den ich schnurstrackts in 2 Serape-Decken inverstierte.
Serapes sind diese großartigen Farbexplosionen mexikanischen Decken, die ich im Geheimen schon seit Jahren anschmachte.


 In der rechten Zimmerecke blieb sogar noch Platz für einen Nachttisch.
Hier fand sich in den Kleinanzeigen für wenig Geld eine kleine Kommode, die gemeinsam mit meinem Jugendstilspiegel, einem Wahnsinnslampenfund im hiesigen TKMaxx, Bilderahmen (auch von dort), Pflänzchen und Wecker ein rundes Bild abgibt. Die kleine Ananasförmige Schale, die vor der Lampe steht stammt aus der Home-Abteilung des Kleiderschweden und war ein Fall von Blitzliebe. Sie beherbergt des Nachts die obligatorische Nachtbanane, da Iko immer noch regelmäßig nachts mit Bärenhunger aufwacht und ich schlaftrunken keine Lust habe, in die Küche zu pilgern. Vor allem nicht, um dann eine leere Bananenschale wegzuwerfen.


2,80m nett mit Kissen auszugestalten ist, wie ich feststellen muss, keine leichte Aufgabe. Zunächst einmal besitze ich dafür nicht genug Kissen (unglaublich, aaber wahr). Dann muss das Ergebnis derart leicht herzustellen sein, dass J. sich morgens dazu bereit erklärt, es in seine Morgenroutine zu übernehmen, der macht nämlich wochentags das Bett (und ihm ist schon 1 Kissen beinahe zu viel). Daher die aktuelle Beschränkung auf 3 Kissen, mit denen ich noch nicht so recht zufrieden bin. (S/W Kissen alt vom Schweden, die beiden rosa Kissen aus der Home-Abteilung des Kleiderschweden).


Weil ich sie so schön finde, darf Ikos Bettdecke AUF den Tagesdecken liegen. Sie ist selbstgenäht mit dem entzückendsten Pfeilmuster, das ich bislang gesehen habe. Auf dem Lieblingsflohmarkt fand ich zudem einen kleinen Hocker, durch den der Kleinkindliche Betteinstieg enorm erleichtert wird. Mit wachsendem Babybauch bin ich zudem froh über jede Gelegenheit, Iko NICHT irgendwo hin hochheben zu müssen.

 Das ist der Stand, so war unser Osterfest - statt Ostereiersuche eben Möbelrücken.
Und bei euch so?


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