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Dienstag, 6. September 2016

...läuft.

Freunde von uns sind Triathleten und ich bewundere das.
Von ihnen erhielt ich neulich diese Buchempfehlung:

 

 Alter Falter, was soll man da sagen?
Es gibt Leute, die sind echt krass.
Sowas von krass.

Laufen in ihrer Freizeit - ZUM SPAß - 160km.
Am Stück.
Ältere Läufer sind dabei besser, als Jüngere.
Frauen holen den üblichen Geschlechterunterschied zu den Männern auf und konkurrieren direkt mit ihnen.
Und das Volk der Tarahumara läuft diese Strecken in Sandalen.
Verkehrte Welt, so scheint es.

Ich lese das alles und meine Füße kribbeln. Sie wollen loslaufen. Barfuß.
Nicht unbedingt 160km - aber eine Strecke.

Ich gehe so mit der Aussage des Buches:
Wir sind zum Laufen geboren.

Sollten wir das nicht alle wieder öfter tun?
Eine dieser Ultralangläuferinnen joggt jeden Tag zur Arbeit und zurück - 15km pro Strecke (, weil sie heftig krass drauf ist, ist das natürlich nur das Aufwärmtraining. Am Wochenende läuft sie nebenbei und UM SICH ZU BELOHNEN gerne mal 85km...).
Zur Arbeit Laufen - das wär doch was!

Da das Babymädchen so ungern im Kinderwagen liegt, ist an Laufen vormittags grad nicht zu denken. Dafür gehe ich Nordic Walken. Heute wollte ich kneifen, weil erkältet. Dann sah ich das Buch auf der Kommode liegen und dachte:

"Reiß dich zusammen! Die laufen mit Blutblasen und in dunkelster Nacht nur mit Taschenlampe quer durch die Wildnis - da wirst du ja wohl mit einem Schnuppen bei Tag und mit Stöcken ausgerüstet 6km Walken können".

Und siehe da: es war wundervoll!

Zuvor war ich schlapp und schniefte vor mich hin. Heim kam ich voller Energie und mit freier Nase.
Wir sind zum Laufen gemacht, Mann.

Gehen wir los!

Freitag, 13. Mai 2016

Schwangerschaftsansprachen

Dass ich schwanger bin, ist seit längerer Zeit nicht zu übersehen.
Denn 1. ist die Schwangerschaft mittlerweile weit fortgeschritten und 2. bekomme ich mein zweites Kind und - ja! meine Gebärmutter weiß, was ihr Job ist und macht ordentlich Platz für den kleinen Bewohner.

In der Schwangerschaft mit Iko hielten sich die Bauch-Kommentare im Rahmen, vielleicht gab es gelegentlich die ein oder andere doofe Ansprache, aber das ist irgendwie nicht so zu mir vorgedrungen. Ich erinnere mich noch, wie ich damals im Internet zufällig auf dieses Bild stieß:

When Is It Okay To Ask A Woman If She Is Pregnant? LOL! So true! #pregnantwoman #pregnancyetiquette #howtotalktopregnantwoman:  

Ich fand es ganz lustig, aber auch etwas übertrieben.
Was ist schon dabei, gefragt zu werden, ob man Schwanger sei? - Dachte ich.

In dieser Schwangerschaft geht es mir ganz anders mit den Kommentaren.
Vermutlich liegt das daran, dass ich jetzt als Angestellte arbeite und täglich mit vielen vielen Menschen eng zusammen arbeite. In meiner freiberuflichen Tätigkeit mit Iko hatte ich eher lose Kontakte und die Gespräche mit Klienten und Auftraggebern blieben sehr an der Oberfläche.

Im Moment vergeht kein Tag, an dem ich nicht aufgefordert werde, in ein bestimmtes Büro zu "rollen" oder gefragt werde, ob ich mich mal "vorbeikugeln" könnte.
Ich werde darauf angesprochen, dass ich ja nicht mehr so spritzig schnell gehen würde wie sonst und immer Montags erhalte ich abschätzende Blicke verbunden mit sehr weisen Kommentaren wie:
"Der Bauch wird ja auch immer größer!" (Ach was! Woran kann das nur liegen??)
"Wann ist nochmal der Termin?"
"Bist du sicher, dass das Baby nicht gleich kommt?"
"Gut, dass Herr/Frau XY da ist. Der/die kennt sich aus, für den Fall, dass bei Ihnen gleich die Wehen losgehen."

Gerne werden auch Outfits meine kommentiert
("Die Tunika trägt aber ganz schön auf!" / "In Streifen wirkt der Bauch ja NOCH größer!").

Den Vogel abgeschossen hat aber heute eine Dame, die ich auf einer Konferenz traf.
Ich wartete noch in einer Gruppe stehend auf eine Kollegin, damit wir gemeinsam aufbrechen könnten. Besagte Dame kam auf mich zu und fragte: "Du bist doch schwanger und hast nicht einfach nur 15 Kilo zugenommen oder?" Ich war sprachlos und bejahte ersteres.
"Na dann herzlichen Glückwunsch schon mal. Hast du das eigentlich mit dem Auftraggeber abgeklärt? Ich meine, sind die damit einverstanden? Es ist ja gegen das Konzept, dass unsere Teilnehmer den Pädagogen wechseln müssen. Was passiert denn jetzt mit deinen Teilnehmern?"

"Also, ich hatte nicht vor, die mit in den Kreißsaal zu nehmen", antwortete ich und erläuterte, dass zwei Kollegen meine Teilnehmer übernehmen würden.
Mal ehrlich: IST DAS ZU GLAUBEN?!?!

Vielleicht hätte ich noch ergänzen sollen: "Also eine Schwangerschaft in unserer Position geht nur mit Ausnahmeregelung. Du musst erst einen Antrag stellen. Das ist das Formular "S-ok?", zu finden im System unter "Bitte-Bitte". Die Bearbeitung dauert in der Regel etwa 6 Monate. Wenn es dann gerade mit den Teilnehmerzahlen passt und du dich immer vorbildlich verhalten hast, bekommst du eine Ausnahmeregelung unter Vorbehalt, die für 2 Monate gilt, innerhalb derer du dann schwanger werden darfst...
Irgendsowas in der Art.

Als ich hinterher mit meinen Kollegen darüber sprach waren wir uns alle einig, dass wir kaum glauben konnten, dass alle diese Fragen völlig ernst gemeint waren.

Ehrlich. ich zähle die Tage (es sind nur noch 6!!), bis mein Urlaub beginnt, an den sich lückenlos der Mutterschutz anschließt, einfach weil ich diese Kommentare nicht mehr hören kann. Sie kommen mir auf beiden Seiten zu den Ohren heraus, denn ich finde sie weder nett, noch mitfühlend, noch interessiert, noch positiv und sowieso in keiner Weise hilfreich.

Unschwangere Menschen sprechen wir in der Regel nicht ständig auf ihre Körperform an - es sei denn sie haben krass abgenommen und wir kennen den Menschen gut genug, um vermuten zu können, dass dieser Gewichtsverlust geplant und somit ein toller Erfolg war.
Unschwangere Menschen lassen wir in Ruhe. Wir sagen ihnen auch nicht, wann welche Klamotten auftragen, wohl aber, wenn wir finden, dass sie toll aussehen.

Und vor allem: Unschwangeren Menschen lassen wir in der Regel ihre Privatsphäre.
Wir kommentieren nicht ihr Lauftempo und die Art, wie sie gehen, wir lassen sie einfach Laufen.

Aber kaum trägt eine Frau ein Kind unterm Herzen, gelten alle diese Umgangsformen nicht mehr.
Da darf gefeuert werden, was das Zeug hält - der Bauch ist ja einfach eine so einladende Zielscheibe!

Ich habe das Gefühl, als Schwangere zeitweise für ein grünes Männchen gehalten zu werden. Ihr wisst schon - unbekannte Lebensformen, Marsmenschen zu Besuch auf der Erde in unbekannter Mission.
Schwangerschaft ist ein Sonderfall, kein normales Erscheinungsbild mehr.
Das überfordert die Leute, damit werden sie nicht fertig.
- jedenfalls kommt es mir so vor und das finde ich bedauerlich.

Gerne möchte ich daher fordern: Bekommt mehr Babys, damit Schwangerschaft wieder als normal angesehen wird.

Da das aber nicht geht, so wünschte ich mir doch wenigstens mehr Feingefühl im Umgang miteinander. Weniger Impertinenz (meint: weniger Unverschämtheit/Frechheit) und mehr höfliche Zurückhaltung.

Und wer sich nicht sicher ist, ob er jetzt was sagen darf oder nicht - im Zweifelsfall:

https://erzaehlmirnix.files.wordpress.com/2012/06/einfach-mal-die-kresse-halten.jpg

Freitag, 1. April 2016

Was macht die Kriegerin, wenn sie daheim ist?

Es ist schon eine Weile her seit ich mit der liebsten Freundin regelmäßig im Zug in die Uni saß.
Auf einer dieser Fahrten - wir mussten vermutlich ein Referat halten - entstand das innere Bild von uns beiden als schwer bewaffnete Kriegerinnen auf dem Schlachtfeld.
Es war ein starkes Bild, das uns half, unseren Master mit tollen Noten abzuschließen und uns nicht entmutigen zu lassen von immer wiederkehrenden Bahnverspätungen und Seminaren, die außer einem tollen Titel deutlich weniger zu bieten hatten, als wir uns erträumten.
Es war ein Bild, das uns half, das Beste aus uns herauszuholen.

Ich bin gerne eine Kriegerin.
Einfach, weil ich gerne eine starke Frau sein möchte.
Eine Frau mit wachem Geist, aufrechtem Gang, klarer Position und dem Mut, für sich, die eigene Meinung und die Menschen und Dinge, die sie liebt, einzustehen.

Eine Frau, die an ihren Niederlagen wächst und ihre Siege mit Stolz feiert.
Die auf ihren Körper hört, auf ihre innere Stimme und bereit ist, ihre Grenzen auszudehnen, um ihre Ziele zu erreichen. Diese Frau geht mit dem unerschütterlichen Glauben an das Gute voran und wenn sie eines Tages alt ist, wird ihr Gesicht gezeichnet sein vom Leben und ihr Geist erfüllt von Weisheit und Dankbarkeit für die Erfahrungen, die sie auf dieser Welt machen durfte.

Nach dem Ende meines Studiums kam diese Kriegerin ein wenig ins Straucheln.
Das neue Schlachtfeld - die Arbeitswelt - folgte anderen Regeln. Training, Analyse und gute Technik besaßen hier einen viel geringeren Wert, als zuvor an der Uni.
Die Kriegerin war verunsichert.
Und je stärker sie versuchte, ihren alten Stil aufrecht zu erhalten, umso mehr scheiterte sie.
Und eines Tages ging sie heim.
Sie musste sich erholen, die Waffen niederlegen und einen Weg finden für diese neue Herausforderung.
Sie bekam ein Kind und wurde eine überglückliche Mutter.
Der Weg ins Muttersein jedoch, gelang ihr nicht gut.
Zu verwirrt war sie, zu sehr hatte sie ihre Position verloren und als sie es am dringendsten brauchte, verweigerten ihr die Helfer auf die sie sich verlassen hatte die Unterstützung.

Die Wunden, die sie davontrug waren völlig anders, als die ihr bekannten und es schien ihr unmöglich, sich von ihnen zu erholen.
Die Verletzung saß so tief, dass sie nicht wusste, von wo aus sie mit der Heilung beginnen könnte.

Doch wie immer heilt die Zeit jede Wunde.
Das Vergangene erblasst im Angesicht einer erfüllenden Gegenwart.

Und so konnte ich vor meiner zweiten Schwangerschaft den Kaiserschnitt mit jedem verstreichenden Monat besser ertragen.
Dieses neue Baby jedoch bringt die Wunde wieder zum Vorschein.
Iko's Geburt - beziehungsweise die Tatsache, ihn nicht geboren haben zu dürfen - schmerzt noch immer.

Im Gespräch mit einer Vertrauten entdecke ich die Kriegerin wieder und bemerke: meine Kriegerin, die ist auf Konfrontation ausgelegt. Sie ist auf dem Schlachtfeld unterwegs - hat also einen klaren Feind. Unter Iko's Geburt waren die Ärzte und die Hebamme meine Feinde.
Eine ganz blöde Situation, denn auf seine Feinde angewiesen zu sein (oder das zu glauben) bringt eine Patt-Situation hervor: Ich kann nicht mit und nicht ohne euch.
Verloren habe ich dabei nicht den Kampf, sondern meine eigene Haltung.

Und so stehe ich vor der Frage: was macht denn eigentlich die Standard-Kriegerin, wenn sie zu Hause ist? Welche Alternative gibt es zum Schlachtfeld?
Brauche ich überhaupt ein Schlachtfeld, beziehungsweise, kann ich das überhaupt als Kriegshasserin, Menschenfreund und Vegetarier mit meinen Überzeugungen vereinbaren?
Kann ich natürlich nicht.

Nun sitzt also die einst so stolze, schwer bewaffnete Kriegerin daheim auf dem Sofa und fragt sich, was sie mit sich anfangen soll.
Und schließlich sieht sie ein, dass ihr das Bild eines Feindes nicht hift. Sogar, dass sie das gar nicht benötigt. Genau so, wie ihre schwere Rüstung, die sie vor der wüsten Umweld schützt und ihre Streitaxt, mit der sie gegnerische Attacken abwehrt.

Was sie braucht, ist die Konzentration auf sich sebst.
Ruhe. Fokus. Gelassenheit. Zuversicht. Und den Glauben an die eigene Kraft.
Sicher: Im Kamf hat sie das alles gehabt. Nur ist eine Schwangerschaft und eine Geburt kein Kampf.
Und ein schwerer Körperpanzer eher unpraktisch, als dienlich.
Die unbewaffnete, kampfunfähige Kriegerin fühlte sich ausgeliefert und chancenlos.
Doch genau das ist sie nicht.

Denn:
Ohne Rüstung steht es sich viel leichter.
Ohne Streitaxt in der Hand ist Raum für Gesten.
Ohne Helm auf dem Kopf wird das Gesicht sichtbar und die Sprache klarer.
Und ohne das Bild eines Gegners sehe ich mich einem anderen Menschen gegenüber stehen.
Ohne den Gedanken an einen Streit begreife ich die Situation als eine, in der zwei Menschen gemeinsam ein Ziel erreichen wollen und können.

Alles was es braucht, ist Mut, die eigene Meinung zu bekunden.
Mut, zu fragen, wenn die Position des anderen unverständlich erscheint.
Mut, den eigenen Bedürfnissen zu vertrauen und sie anderen mitzuteilen.

Anstatt zu sagen: "Du wirst mich nicht hindern!"
vielmehr zu bitten: "Hilf mir dabei, es auf meine Weise zu tun."


 Und so hoffe ich, dass der herbe Rückschlag, den der Kaiserschnitt für mich darstellt, mir hilft, dieses neue Baby auf meine Weise auf die Welt zu bringen.
Versöhnt und in gutem Kontakt mit den von mir gewählten Helfern.
Ohne Axt in der Hand. Ohne den Gedanken, eine Rüstung zu benötigen.
Sondern im Vertrauen auf mich und meine Kraft, die Situation nach meinen Bedürfnissen zu gestalten.

Damit eines Tages, wenn ich alt bin, mein Gesicht gezeichnet sein wird vom Leben und mein Geist erfüllt von Weisheit und Dankbarkeit für die Erfahrungen, die ich auf dieser Welt machen durfte.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Zähneputzen

Zähne putzen, Zähne putzen, das kann jedes Kind.
Zähne putzen, Zähne putzen, bis sie sauber sind...
habe ich Iko noch vor ein paar Monaten fröhlich vorgesungen, während ich mit einer Fingerzahnbürste seine zarten Zahnspitzchen putzte.

Aus den Spitzchen sind mittlerweile 12 stattliche Milchzähne geworden, aus der Fingerzahnbürste eine Kinderzahnbürste und mein Kind - das hat die Botschaft des Liedes SEHR wörtlich genommen und besteht partout darauf, selbst seine Zähne zu putzen seine Zahnpasta von der Bürste zu nuckeln.
Meine Versuche, seine Beißer nachzuputzen enden jedem Abend in einem großen Drama mit unglücklichem (und erstaunlich kräftigem!!) Kind gegen ratlose Mama.

Ich komme mir schrecklich vor, wenn ich mit Kraft versuche, die Bürste in seinen Mund zu befördern.
Da er diesen massiven Eingriff in seine Privatsphäre natürlich nicht tatenlos hinnimmt und sich nach Leibeskräften wehrt, stößt die Bürste nicht selten unsanft an seinen Gaumen.
Ich setzte mich also nicht nur über seinen Willen hinweg, sondern verletze ihn auch noch.
Und da ist ein Punkt erreicht, an dem ich absolut nicht bereit bin, weiter zu gehen.

JA, ich wünsche meinem Kind gesunde Zähne und will ihm daher den Wert und an die Routine des Zähneputzens vermitteln und gewöhnen.
Aber auf keinen Fall darf das mit Schmerzen und dem Gefühl von Ohnmacht verbunden sein.


Wir brauchten eine andere Lösung.
J geht das Thema gelassener an und sagt: "Die Milchzähne sind dafür da, sich auszuprobieren.
Lass ihn doch selber putzen und sobald wir mit ihm sprechen können, versuchen wir spielerisch, ihm zu zeigen, wie Zähneputzen geht."
Das klang gut, kam mir aber zu wenig, zu einfach vor.
Ich las und las und las, was bei anderen hilft.
Elektrische Zahnbürsten (findet Iko sicher toll. Wird aber trotzdem nicht dulden, dass ICH sein neues Lieblingsspielzeug in der Hand und in seinem Mund nutze und nicht ER). Lieder singen (bei uns keine Hilfe mehr *seufz*). Gegenseitig Zähneputzen (bedeutet bei Iko: Ich putze Mamas Zähne. Und meine.) Fast alle Kinder, bei denen das Zähneputzen schwierig war, waren über 2 Jahre alt. Viele 3 oder 4. Denen kann man natürlich toll den Wert des Zähneputzens erklären oder vereinbaren, dass keine Zähne geputzt werden müssen, wenn das Kind keine Lebensmittel isst, die Karies verursachen können. Für einen 15 Monate alten kleinen Jungen ist das noch nicht so die Hammer-Option (die behalte ich aber im Hinterkopf, für alle Fälle).

Im Moment freut er sich noch, wenn wir ihn fragen, ob er Zähneputzen will.
Er liebt seine Zahnbürste über alles und mag sie nicht mehr hergeben, sobald er sie mal in der Hand hält. Und ich wünsche mir, dass das so bleibt. Einfach weil ich auch gerne meine Zähne putze (echt wahr!) und meine Eltern es respektiert haben, als ich selbst putzen wollte, weil ich der Meinung war, ich könnte das besser (und vor allem für mich schmerzarmer!) als sie (und damit hatte ich auch Recht).
Daher habe ich den Versuch gestartet, Iko wirklich selbst seine Zähne putzen zu lassen.
Morgens setzt sich J mit ihm hin, gibt ihm seine Zahnbürste und putzt selbst seine Zähne und abends mache ich das Gleiche. Lernen am Modell und so.
Kind: überglücklich.
Mama: basserstaunt (und entspannt!), weil Kind fröhlich minutenlang mit der Bürste im Mund fuhrwerkt (reicht locker noch für Abschminken, nachdem meine Zähne geputzt sind), mir dann die Bürste entgegenstreckt und wir sie gemeinsam abspülen und wegstellen.

Sicher - richtiges Putzen ist das nicht.
Aber ich finde, J hat irgendwie Recht: die Milchzähne sind zum Ausprobieren da.
Da macht es doch Sinn, Iko jetzt nach Herzenslust Putzen üben zu lassen.
Denn wenn dann die bleibenden Zähne kommen, ist er längst ein Profi.

Und wie war/ist das mit deinem Kind?

Montag, 31. August 2015

spreading the wings

Morgen häng ich es (vorerst) an den Nagel, das Mama-ist-zuhause-Dasein
und reise in die weite Welt bis kurz hinter den Hauptbahnhof, wo ich für die nächsten 10 Monate als Sozialpädagogin meine Fühler in Richtung Beruafsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen strecken darf.

Iko ist eingewöhnt und wurde heute als Generalprobe schon vom Papa statt wie sonst von mir zu den Tageseltern gebracht. Wie es lief? ...Sagen wir so: Männer unter sich haben ein ganz eigenes Tempo und eigene Prioritäten (saubere Bodys gehören nicht dazu...).

Als die beiden aus der Tür waren wurde mein Herz für einen Moment schwer, um dann im "Weitermachen-trotz-Kind-vermissen"-Modus weiterzuschlagen.
My my.
Der Ausstieg aus der Seifenblase ist gar nicht so leicht. Die zerplatzt dann einfach!

Aber das ist ja das Schöne am Losfliegen: vorher ist da eine Unruhe, eine Trauer, das Bekannte und Geliebte zurückzulassen.
Und dann kommt der Windstoß und greift unter die Flügel und im Handumdrehen sind da Leichtigkeit und Freude und ungeahnte Möglichkeiten sowie die Einsicht, dass das Alte nicht verloren ist, sondern sich lediglich der Horizont erweitert.

I love this photo by Clifton Henri.  Have this photo at home, hoping to pick up some others in the future. 
Und du? Zu welchen neuen Ufern brichst du derzeit auf?

Sonntag, 23. August 2015

Wort zum Sonntag



Ihr Lieben!
Ich könnte jeden zweiten Post mit den Worten:
"Sind es nicht spannende Zeiten, in denen wir leben (?)" beginnen.
Das ist glaube ich eines meiner intuitiven Mantren...^^
Also:

Sind es nicht spannende Zeiten, in denen wir leben?!?

Alles ist im Wandel.
Vieles haben wir als Menschheit, als Europäer, als Deutsche und irgendwo ganz klein mittendrin auch ich schon erreicht.
Jeder Tag bietet die Möglichkeit, etwas zu verbessern und zu lernen.

Nicht immer entwickeln sich die Dinge so, wie geplant.
Manchmal werden sie sogar noch besser, manchmal eher mies.
Im letzten Jahr durfte ich beides erleben.
Dufte um ungezählte Erfahrungen reicher werden.
Gelassener. Erwachsener. Unabhängiger.

Wir stecken (nun doch) mitten in IkosEingewöhnung und es fällt mir SCHWER.
Am 01.09. kehre ich so richtig ins Berufsleben zurück.
Ich freu mich darauf.
Es wird eine Herausforderung.
Nie hätte ich gedacht, auf einer entsprechenden Stelle zu landen und ich bin gespannt, wie wir zusammen passen, der neue Job und ich.
30 Stunden.
Es wird eine Umstellung, meinen Ikolino jeden Tag so lange entbehren zu müssen.
Und doch, ich glaube, es ist okay.
Und wenn nicht?
Das ist ja das Spannende:
Der Weg zeigt sich erst beim Gehen.
Bislang hat er mich reich beschenkt, der Weg, und so vertraue ich darauf, dass seine Windungen mich auch weiterhin an Orte führen, an denen ich wachsen und ankommen kann.

Mittwoch, 12. August 2015

Modegedanken

Ihr Lieben.

Der Juli ist lange um und damit auch der zweite Monat meiner Second-hand-Mission.
Mit dem Ergebnis bin ich ehrlich unzufrieden - so sehr, dass es kein Bild davon gibt.
Immerhin: Ich habe großartige Pumps gebraucht von meiner Mum übernehmen können.

Ansonsten wanderten aber 5 neue Kleider in meinen Schrank.
2 davon sind ganz okay für mich.
Sie stammen von kleinen Labels und waren sündhaft teuer, was mich hoffen lässt, dass sie anständig produziert worden sind. Hergestellt sollen sie in der EU sein.

Die anderen 3 stammen vom Schweden.
Keine weiteren Fragen, euer Ehren. Ich bin beschämt.

Noch schlimmer ist, dass ich, aus spontaner Lust in dieser Woche schon wieder 2 neue Stücke heim getragen habe und in der Woche davor (es war so gerade eben August und meine Mission beendet) gemeinsam mit meiner Mum 5 (!!) Teilchen.
Himmel noch eins, da bleibt mir sie Spucke weg.
Als Entschuldigung bete ich das Mantra: "Ja, aber der neue Job. Da will ich doch vernünftig aussehen."
Das ist legitim, finde ich.
NUR: könnte ich das ja auch in fairen Shirts. Oder in Gebrauchten.
Heute bin ich im Naturladen um die Ecke und sehe entzückende Shirts von armedangels.
Sie sind nicht besonders teuer.
Ich kaufe keines, weil ich ja schon so viel Geld für Klamotten ausgegeben habe diesen Monat.

http://stocksstandard.com/wp-content/uploads/2014/01/Picard-Facepalm.jpg 

Das ist alles, was Picard dazu zu sagen hat.

Ich stolpere über diesen Artikel (den ich zugegeben bislang nur überflogen habe. Aber trotzdem).
MAN verdammter, denke ich.
JA! - Unsere Klamotten werden zu billig produziert!
JA! - Ich fühle mich mies bei dem Gedanken daran, wie menschen wie du und ich in aller Welt unter schlimmsten Bedingungen leben, stundenlang hungrig und ohne Perspektive auf Besserung in schrecklichen Fabriken Nähen müssen. Nicht denken mag ich daran, dass das nicht selten Kinder sind, denen ich durch meinen Billigklamottenwahn die Kindheit raube.
Es zählt nicht, zu sagen, wenn ich es nicht täte, täte es jemand anders.
Es geht um's Prinzip.

Daher gehe ich in die Verlängerung.
Ich brauch das.
Oder vielmehr: mein Hirn braucht das.
Die 2 Monate waren absolut nicht genug Zeit, um den kleinen Trampelpfad "Second-hand" ausreichend auszubauen.
Ergänzen möchte ich die Mission um den Aspekt "fair".
Ich winde mich bei dem Gedanken, keine neue Klamotte mehr unter 50€ zu erstehen.
Ich möchte auch garnicht wissen, wie der böse Blick aussieht, den mir mein Konto deswegen zuwirft!
Es muss sein.

Montag, 13. Juli 2015

Was Abhängige brauchen

Salut ihr Lieben!

Eben stolperte ich über diesen großartigen Vortrag, der mich sehr nachdenklich gemacht hat und dem ich aus tiefstem Herzen zustimmen kann.

Für die, die keine Gelegenheit haben, ihn selbst zu schauen:
Der Grundgedanke ist simpel.
Abhängige (von was auch immer) werden gesellschaftlich stigmatisiert.
Wir bestrafen sie, indem wir sie isolieren und ihnen den Weg in ein beglückendes Leben erschweren.

Studien an Ratten und Drogenabhängigen in Portugal zeigen aber, dass der entgegengesetzte Umgang - nämlich INKLUSION - zu großartigen Ergebnissen führt.

Die Erklärung ist einfach: wir sind soziale Wesen und sehnen uns nach stabilen, verlässlichen und erfüllenden Beziehungen.
Erlaubt unser Umfeld uns nicht, dieses Bedürfnis zu stillen, vielleicht weil alle Bekannten unzuverlässig sind, uns schlecht behandeln oder wir sie aus welchen Gründen auch immer verlieren, so suchen wir uns einen Ersatz.

Ich finde das so erschreckend logisch...

Das Schlimmste, was wir Menschen uns gegenseitig antun können (abgesehen von körperlicher Gewalt) ist psychische Gewalt, zum Beispiel durch Exklusion und Isolation.

Gesundheit ist für den Menschen untrennbar verbunden mit Zugehörigkeit und Verantwortung.
Das sollten wir immer berücksichtigen - egal welche Krankheit wir behandeln.

Freitag, 24. April 2015

Über die Besten

Salut ihr Lieben!

Diesen Post widme ich Alice, meiner Heldin des Tages. - Danke dir, du Liebe! <3
 Deine Nachricht hat mich voll erwischt - ungefähr so:

https://a3-images.myspacecdn.com/images02/149/0fc2838cbbcb493080c6a3ef77323687/300x300.jpg 
 (Wer das ist? Kleiner Tipp: Die Antwort ist 42... oder auch Zaphod Beeblebrox mit seiner Thinking Cap, dieses tolle Ding, wo man eine Zitrone reinsteckt, das dann aus eingerosteten grauen Zellen brilliante Ideen hervorbringt)


Für alle anderen, hier die Kurzfassung: da komme ich heute vom Pilates mit Baby (turnen müssen nur die Mamas, die Babys feuern uns an oder brauchen gaaaaaaaanz dringend, unbedingt und sofort eine Kuscheleinheit, wenn die Übungen so hart werden, dass man sie lieber nicht mitmacht, um noch einen Funken vom "ich-bin-fit"-Gefühl zu erhalten)...

Wo war ich? Genau. Ich komme also heim, schlummere selig den "ich-blogge-zur-Zeit-nicht"-Dornröschenschlaf und da kommt Alice auf ihrem schmucken Schimmel um die Ecke - oder jedenfalls ihre schmucke Mail in mein Postfach - und schreibt mir eine großartig-schöne Nachricht, die mich - ganz prinzenhaft - wachküsst.

Denn es ist ja so: das Beste am Bloggen, das sind die Leser, das seid ihr.
Jede von euch, die meinen wirren Gedankengängen und Wohnungsverschönerungsanfällen folgt.
Und vielleicht sogar einen Kommentar hinterlässt.

Leider bin ich ja schrecklich ungeduldig.
Das versperrt mir gelegentlich den Blick für die wirklich wichtigen Dinge und das, was ich direkt vor mir habe.
So dachte ich: ich muss hunderttausend Leser begeistern, superprofessionelle Fotos machen, geniale Geschichten erzählen, ein top-designtes Blog vorweisen, jeden Tag am besten zwei Mal bloggen - natürlich auf Englisch, wegen world-wide-web und so - und dann war der Blogtitel doof
und und und.
Und dann ist mir die Lust vergangen.
Denn da war dieses entzückende kleine Baby in meinem Arm, das ich zufriedenstellen konnte, indem ich es einfach gestillt oder gekuschelt habe. Das war soo viel einfacher und so süß und hat sich so unheimlich gut und richtig angefühlt!

Ich hatte neulich geschrieben, ich warte auf ein Zeichen (oder einen Arschtritt), um zu entscheiden, ob und wie ich weiter blogge.


Die Nachricht von Alice war der schönste Arschtritt, den ich je bekommen habe.

Er hat mir klar gemacht: das ist doch alles Käse!

Es genügt, wenn ich Spaß daran habe, ein paar kleine Sätze zu tippen, ganz belanglos, zu ganz alltäglichem Kram, mit ganz alltäglichen Fotos. Ohne Englisch, ohne Top-Design.

Es genügt, wenn da draußen irgendwo ein einzelner Leser sitzt, dem ich eine kleine Freude machen kann, vielleicht nicht mit jedem Post, aber ab und an.

Das tolle am Mama-sein ist, dass die Ansprüche sich verändern. Statt toll gestylt, wenigstens nicht Breibekleckert, statt gut ausgeschlafen, wenigstens nicht hundemüde und statt mega Blogger, wenigstens lückenhafte Alltagsdokumentation #neueMission!

Was erwartet uns also?

Ich glaube, der Augenschmaus, das ist ne feine Sache.
Den mach ich jetzt öfter.

Und Mama-sein. Also das bin ich ja ohnehin 24/7, nur schreibe ich da sicher mal was drüber.

Und dann gibt es ein grooooßes aufregendes neues Thema: Kyra bleibt selbstständig!
Das Neue daran: Sie nimmt die Selbstständigkeit jetzt ernst!
Im Juni geht es mit einem ersten Seminar los, das ich euch natürlich vorher vorstellen und eure Meinung hören möchte!
Das wird soooo aufregend!

Ach ja, was für ein toller Start ins Wochenende!
Arschtritte olé!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Die Gesellschaft außer Rand und Band

Meine Lieben,

zunächst einmal möchte ich mich für eure lieben Kommentare bedanken!
Ich stimme euch zu: ich lass die Dinge auf mich zukommen und dann wird sich zeigen, was am besten passt.

So lange ich da noch nicht klar bin, mache ich erst einmal weiter, wie bisher.
Und versuche was Neues, indem ich ein wenig politisch werde
(ich hoffe, euch damit nicht zu vergraulen!).

Ich bin ja in den meisten Dingen nicht topaktuell, vieles braucht seine Zeit, bis es seinen Weg zu mir findet und der Moment passend ist, sich damit auseinanderzusetzen.
So liegt schon seit einiger Zeit "Die Kunst kein Egoist zu sein: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält" von Richard David Precht in meinem Bücherregal. Erst vor Kurzem kam dann die zum Buch passende Laune und ich mit groooßer Verspätung in den Lesegenuss.

Dazu will ich gleich vorneweg sagen, dass ich ein Precht-Liebhaber bin.
Wie bei allem, scheiden sich nämlich auch bei ihm und seiner Weltsicht die Geister.

Es geht, wie bereits der Titel klar macht, um die Frage:
Was sind wir denn nun von Natur aus?
Gut oder böse?
Egoistisch oder altruistisch (also hilfsbereit, ohne auf unseren Vorteil zu schauen)?

Die Antwort ist so simpel wie fatal:
Wir können -und sind- beides.

Es kommt auf unser Umfeld an, wie wir uns verhalten.
In einer Umwelt, die von Kooperation und Hilfsbereitschaft geprägt ist, haben wir keinen Grund, überkritisch auf unseren eigenen Vorteil zu schielen.

In einer Umwelt aber, in der ich keine Unterstützung erfahre, alles alleine machen muss und immer wieder erfahre, dass andere mir in voller Absicht übel mitspielen ist es nicht verwunderlich, wenn ich mir selbst zunehmend der nächtse bin. Schließlich darf ich nicht darauf hoffen, von anderen Gutes zu erfahren.

Die wunderbare und gleichzeitig erschütternde Pointe ist also:
Wir haben es in der Hand.

Wir haben es in der Hand, in welcher Art von Gesellschaft wir leben.
Unsere Natur können wir nicht dafür verantwortlich machen, von geldgierigen und auf ihren eigenen Vorteil bedachten Menschen umgeben zu sein.

Im weiteren Verlauf des Buches beschäftigt sich Precht daher auch mit der Frage, wie wir in die Finanzkrise geraten konnten, wie Banken zu ihrer machtvollen Position kamen und was unsere Art, die "soziale Marktwirtschaft" zu leben, bedeutet.
Nach detaillierter Analyse formuliert er anschließend Lösungsansätze, sollte das Ziel sein, in einer Gesellschaft zu leben, die tatsächlich sozial wirtschaftet.

Interessant und für mich ein wunderbares Beispiel für unsere derzeitige Logik ist dabei das BIP.
Die soziale Marktwirtschaft will jedem -wenigstens der Mehrheit der Bevölkerung- ein erfülltes und zufriedenstellendes Leben ermöglichen.

Ob dieses Ziel erreicht wird, misst Deutschland allein am Bruttoinlandsprodukt.
Dieses steigt, je mehr pro Kopf konsummiert wird.
Ist das nicht erstaunlich??

Zufriedenheit und ein erfüllendes Leben wird mit großer Kaufkraft GLEICHgesetzt.
Sicher kommen die meisten von uns erfüllt und beseelt von einem schönen Shoppingtag heim.
Aber ehrlich Leute: Lebenserfüllung? So ein Shoppingtag müsste wohl erst noch erfunden werden.

Verwirrend ist auch die folgende Überlegung:
Jede geschriebene und bezahlte Rechnung erhöht das BIP.
Sagen wir also, ich gehe zum Arzt. Ich bekomme ein Medikament. Es hilft nicht.
Ich gehe erneut zum Arzt. Ich bekomme ein anderes Medikament. Es hilft nicht.
Ich wechsele den Arzt. Ich bekomme ein Medikament. Wenn ich Glück habe, hilft es.

Für das BIP, also für den Maßstab unseres gesellschaftlichen Glücks, war das ein Traumvorgang. Viele Leute konnten wegen einer einzigen Krankheit viel Geld verdienen.
Wir müssten alle ganz erfüllt sein, vor lauter verdientem Geld.

Wäre da nicht ich. Als Kranke macht es mich vermutlich eher glücklich,
zu EINEM Arzt zu gehen und das Gefühl zu haben, dort odentlich behandelt zu werden.
In diesem Beispiel gehe ich vllt einmal zum Arzt, bekommen einmal Arznei und das BIP fällt entsprechend geringer aus.

Aber wir sollen deswegen weniger glücklich sein. (???)
Das will ich einfach nicht glauben.
Das ist doch gar nicht logisch!

Es macht mich doch auch nicht glücklich, wenn in meinem Haushalt ständig etwas kaputt geht, das ich ersetzen muss oder wenn alle Kleidung, die ich kaufen kann nach zweimal Tragen den Geist aufgibt. Mich macht sowas unzufrieden.

Glück und Quantität gleichzusetzen ist, im rechten Licht betrachtet, einfach lachhaft.

Die Idee, die der König von Bhutan hatte, statt des BIPs lieber das Bruttonationalglück zu messen und anhand der Ergebnisse 5-Jahres-Pläne für die Wirtschaft zu entwickeln, klingt da schon vielversprechender (und logischer *hust*).

Ihr seht es deutlich: ich schwimme auf der Precht-Welle.
Und somit möchte ich euch zum einen dieses Buch auf das Wärmste empfehlen
und euch zum anderen Fragen: wie seht ihr das?
Sind wir mit unserer Art zu wirtschaften schon am Ziel?
Seid ihr zufrieden mit der Art, wie wir Gesellschaft leben?
Was macht euch glücklich und lässt euch ein erfülltes Leben leben?
Ist es das verdiente und ausgegebene Geld?
Oder habt ihr noch andere Glücks-Asse im Ärmel?

Ich bin gespannt auf eure Sichtweisen und grüße euch herzlich!

Dienstag, 7. Januar 2014

Mitty

Frohes neues Jahr, ihr Lieben!

Noch etwas verschlafen blinzele ich in den Januar, denn ich habe mich während der Feiertage wie geplant in meiner "Höhle" verkrochen und hatte es bärengemütlich.
So ganz bin ich noch nicht wieder da, es fehlt noch ein bisschen Energie, um wieder so richtig in Gang zu kommen. Wenn aber alles läuft, wie J. und ich es für dieses Jahr vorgesehen haben, werden die kommenden Monate SEHR interessant und mit ihnen hält sicherlich auch wieder ein bisschen Tempo und Abwechslung Einzug in dieses Blog.

Starten möchte ich in 2014 mit dem männlichen Pendant zu "eat.pray.love"
- nämlich "the secret life of Walter Mitty".
Ben Stiller läuft darin zur Bestform auf und lässt den Zuschauer darüber nachdenken, wohin die eigene Lebensreise so gehen könnte.

 

Zu Beginn noch verloren in seine Tagträume, begibt sich Walter auf eine abenteuerliche Reise, um ein verschwundenes Negativ wiederzufinden. Dieses bleibt während der Reise selbst verschollen.
Was Mitty aber findet, ist viel besser: echte Inspiration, Lebensfreude, Gastfreundschaft, Verbundenheit und irgendwo auf dem Weg... sich selbst.

Bestärkt durch seine Erlebnisse steht er für sich und seine Überzeugungen ein und erlangt eine Authentizität, die sein Umfeld erstaunt.


Wieder daheim habe ich erst mal nach "Erlebnisjobs" gegooglet, denn das, was jobtechnisch letztes Jahr bei mir los war ist weit entfernt davon, erfüllend zu sein.
Geht es euch auch so, dass ihr euch ab und an fragt:

Ist das alles?
Geht das immer so weiter oder kommt noch etwas, das mich erfüllt und ehrfürchtig staunen lässt?
Etwas, das mir das Gefühl gibt, wertvoll zu sein oder mich als Teil dieses wundervollen Lebens begreifen lässt?

Und ich meine nicht einen tollen Urlaub oder einen super Shopping-Tag.
Ich meine einen sinnstiftenden Lebenswandel.

Irgendwann im letzten Jahr bin ich nämlich ein Schluffi geworden.
Ich wühle mich durch die Tage, esse aus Routine, laufe blind durch den Alltag, halte viel zu selten inne und nehme mir so die Chance, mich wirklich lebendig zu fühlen.

Diesen Käse würde ich gerne in meiner Winterschlafhöhle zurücklassen und 2014 richtig erleben - wild und froh, randvoll gefüllt mit Liebe, Freude, neuen Erkenntnissen, sicherlich auch Schmerz und Trauer, Neugierde und Zuversicht.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

stille Nacht

Ihr habt es bemerkt:
ich habe mich, was meine Blog-Aktivität anbelangt, bereits in den Winterschlaf verabschiedet.

Ich bewundere jede von euch, die täglich postet, was gebacken, gebastelt, geschmückt und verpackt wurde und vor Kreativität überschäumt.

Ich fühle mich in diesen Tagen eher wie ein brummeliger Bär, der der Welt getrost den Rücken kehren möchte, um sich in seiner Höhle einzurollen und erst nach der Schneeschmelze wieder einen Finger zu rühren.

Weihnachten steht für mich in diesem Jahr unter dem Motto keep it simple.
J. und ich haben uns darauf geeinigt, jedem unserer Liebsten genau 1 Geschenk zu machen, das bitte sehr einen echten Nutzen bringt.
So wie es früher ein dickes Paar Socken gab, um gut über den Winter zu kommen und Gedöns eher die Ausnahme war.
Wir waren selbst erstaunt, wie leicht sich diese Geschenke finden ließen.
Gleichzeitig macht diese Strategie Weihnachtseinkäufe zu einer ziemlich unaufgeregten Angelegenheit. Mit einem einzigen Ausflug in die Stadt waren alle Geschenke abgehakt.
Sooo langweilig!^^

Dafür fahre ich schon Morgen in Richtung Heimat.
Um viel Zeit mit meiner Familie und guten Freunden zu verbringen.
Gemeinsam den Baum zu schmücken.
Besinnlich durch die Tage zu dümpeln.
Kurz: Um die Feiertage als echte Zäsur zu erleben, das alte Jahr in Ruhe zu verabschieden und dem neuen Jahr schon ein bisschen zuzublinzeln.

Zu lesen wird es hier daher wenig, vielleicht auch gar nichts, geben.
Ihr wisst schon, Höhle und so.

Ich verabschiede mich daher von euch, danke euch für ein erlebnisreiches Jahr 2013 und freue mich auf 2014.

Habt ein besinnliches Fest, genießt jeden schönen Moment mit euren Liebsten, lasst die kommenden Tage keinesfalls in Arbeit ausarten (!!) und startet gesund und munter ins neue Jahr.

Liebste Grüße
Kyra
Christmas Tree In The Dark night christmas xmas christmas tree 

Montag, 7. Oktober 2013

Dies sollte ein glückstrunkener Urlaubspost sein.

Ihr erinnert euch, mir blühte wundervolles: 10 Tage Frankreich. Höhlen besuchen. Gutes Essen genießen. Lange Wanderungen machen. Entzückende kleine Städte entdecken.
So weit die Planung. Jetzt zur Umsetzung.

Das Wetter war uns gnädig und wir konnten dem anbrechenden Herbst für ein paar weitere Sommertage entkommen. Wir genossen den kleinen Ort, die überall wildwachsenden (!!!) Feigen
-noch nie in meinem Leben habe ich soo viele Feigen gegessen g.ö.t.t.l.i.c.h.-
und erste kleine Ausflüge. Und dann kam der dritte Urlaubstag und mit ihm dieses Bild.


Kyra auf der Pont Valentré in Cahors.
Damit ist quasi ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen, denn Cahors liegt am Jakobsweg und die Pilger laufen auf ihrem Weg über ebendiese Brücke. Und da ich ganz Pilgervernarrt bin, musste ich da natürlich hin.
Was also mache ich zu einem so denkwürdigen Augenblick mit einem Handy in der Hand??
Tjaha!
 Ich stelle gerade fest, dass ich am kommenden Montag -Urlaubstag 6- ein Bewerbungsgespräch habe.

Verschieben? Unmöglich. Bewerbungsgespräch via Skype wird mir angeboten - gute Idee, nur haben wir nirgendwo die Möglichkeit, in Ruhe zu skypen, geschweige denn, selbst ein Laptop dabei.

Da stehe ich also auf der Pont Valentré, kann mein Glück noch gar nicht fassen, dass ich endlich wieder in Frankreich bin, einen Mirko-Einblick in den Weg nach Compostella erhalte und erfahre mal eben locker nebenbei, dass ich eigentlich meinen Koffer gar nicht erst hätte auspacken müssen und ich mich übermorgen schon wieder auf eine Mörderrückfahrt per Auto freuen darf. Suuuper.

Nach der ersten Freude darüber, dass ich eingeladen wurde (nebenbei: die betreffende Stelle ist eine Traumstelle), war ordentlich Druck auf dem Tränenkanal.
Ich hatte noch KEINE EINZIGE Höhlenbemalung gesehen, es gab noch soo viel zu entdecken und die ganzen tollen Feigen, die ich noch essen wollte und überhaupt - Menno!

Im Eiltempo besuchten wir also an Tag 4 einige Höhlen und erklärten unseren wundervollen Gastgebern, dass sich unser Aufenthalt bei ihnen signifikant verkürzen würde.
Wenige Stunden später passierten wir die deutsche Grenze und damit war der Urlaub offiziell beendet.

Montag fuhr ich also zum Urlaubsabbruch-Gespräch und sitze seither auf glühenden Kohlen, was mich so sehr in Anspruch genommen hat, dass ich keinen klaren Gedanken für einen Post fassen konnte.
Heute, eine Woche später, habe ich mich weitgehend an das erhöhte Stresslevel gewöhnt.

Selten einen so erholsamen Urlaub gehabt.

Freitag, 20. September 2013

Gute Frage!

Manchmal schaue ich bei Julia vorbei, lese, lache und gehe wieder.
Und manchmal lese ich und bin gefangen.

So wie heute.
Ihre 10 Fragen sind für mich nicht nur eine großartige Idee.
Sie kommen genau zur richtigen Zeit. Nach einer sehr stürmischen Woche.
Ich habe mich entschieden, sie hier öffentlich zu beantworten - Achtung, das wird ehrlich.
Ich finde die Idee so gut, dass ich mich freuen würde, wenn der eine oder andere von euch Julias Aufforderung nachkommt und die Fragen für sich beantwortet.

Los geht's!

1. Wo tankst du Kraft?
Draußen, an ruhigen grünen Orten. Im Arm des Liebsten. In guten Büchern.
In kleinen zufälligen Begegnungen. In ehrlichen Gesprächen.


2. Wann warst du zuletzt so vertieft in etwas, mit so viel Begeisterung dabei, dass Stunden wie Minuten vergingen?
Heute Vormittag. Freitags haben wir ja immer Abschlussgespräche mit den Schülern. Darauf arbeite ich die ganze Woche hin.

 

3. Wie wäre ein Mensch, der das komplette Gegenteil von dir ist? In welcher Hinsicht wärst du lieber wie er/sie und in welcher Hinsicht gar nicht?
 Das komplette Gegenteil von mir wäre sehr genügsam. Es würde wenig Forderungen an sich und andere stellen. Es hätte wenig Bedürfnis nach Veränderung, würde sich im Bekannten wohl fühlen. Es wäre sehr realistisch, würde sich am liebsten von Eiern und Fleisch ernähren und auf keinen Fall mit Menschen arbeiten wollen.

Die carnivoren Vorlieben vermisse ich kein bisschen und Arbeit, bei der der Mensch nicht im Mittelpunkt steht, sagt mir nichts.
Mit etwas weniger Forderungen und mehr Realismus wäre vermutlich oft vieles leichter.

 
4. Welchen Beruf wolltest du als Kind ergreifen? Was hat dich daran begeistert? Begeistert es dich heute noch?   
Ich wollte unbedingt Höhlenforscherin werden. Und Archäologin!
Ich liebe die Evolutionsgeschichte des Menschen. Uralte Funde führen mich in eine Traumwelt, in der ich mir das Leben damals vorzustellen versuche. Wie das Leben wohl für die Menschen war??
Beide Berufe begeistern mich heute immer noch.
Gut, dass ich in wenigen Tagen in steinzeitlichen Höhlenmalerein in Frankreich schwelgen kann! :-D 

  5. Was hortest und sammelst du - und was verbrauchst und genießt du?
 
Horten & sammeln: Bücher, Erbstücke.
Verbrauchen: Geld.
Genießen: Dieses einzigartige Leben. Kitschig und wahr.

  6. Was besitzt du und wer und was besitzt dich? Und warum eigentlich?
Ich besitze sehr viele besondere Erfahrungen und Träume. Und seit heute zwei Warnwesten, einen Alkoholschnelltest, einen Erste-Hilfe-Koffer und ein Warndreieck. Damit wir auch ordnungsgemäß in Frankreich fahren.^^

Mich besitzt niemand. Ich besitze ja auch niemanden.
Nur die Angst, die will mich manchmal besitzen. Warum? Sie glaubt, dass sie das könnte. 

  7. Was möchtest du gerne loslassen? Und was bist du bereit herzugeben?  
Loslassen... würde ich gerne diese Angst.
Ich würde dafür die Sicherheit hergeben.
Aber nur Stück für Stück.

  8. Was würdest du heute noch tun oder angehen, wenn du wüßtest, es könnte nicht schief gehen? 
Ich würde sofort ein altes Bauernhaus kaufen. Mit einem großen Garten und karrenden Dielen.
Und ein Kind bekommen. Auf der Stelle. 

  9. Was würdest du am Ende deines Lebens am meisten bereuen, wenn du es nicht getan hättest?    
Ein Kind bekommen. Ich werde auf keinen Fall sterben, bevor ich das erlebt habe.

  10. Lebst du das Leben, das du leben willst?
50/50
Im Augenblick fühle ich mich in der Warteschleife.
Und mir ist nicht ganz klar, wie der Weg raus aussieht.
Vielleicht haben die Cro-Magnons ja eine Antwort für mich?


So sieht es bei mir aus.
Wie ist es bei dir?  

Montag, 2. September 2013

vom Leben







Ihr Lieben,

heute erreichte mich gegen Mittag die Nachricht, dass mein Patenonkel mit zwei Gehirntumoren und halbseitig gelähmt im Krankenhaus liegt.
Mehr oder minder von einem Tag auf den anderen ging gar nichts mehr.

Noch während ich das schreibe kann ich es nicht glauben und richtig verstehen.
Erst vor ein paar Wochen erhielt eine gute Freundin die Diagnose MS und meine Schwiegermutter hat sich gerade von ihrem Brustkrebs erholt.

In Situationen wie dieser denke ich unvermittelt an wundervolle Momente, die ich mit dem lieben Menschen erlebt habe. Lache in der Erinnerung an kleine Missgeschicke und bin stolz auf Geheimnisse, die mir anvertraut wurden.
Und ich bin dankbar.
Für den Einfluss, den dieser Mensch auf mich hatte in den letzten Jahren,
dafür, dass er mich geprägt hat, mich hat wachsen lassen.
Hoffe, er möge mich noch lange begleiten und versuche doch, offen zu sein für das, was kommt.




Donnerstag, 29. August 2013

Neuzugang

Manche Blogs schlummern noch seelig in der Sommerpause, bei mir lässt sich die tiefe Stille eher mit der Suche nach gedanklichen Neuzugängen zu meiner Lebensposition erklären.
Das klingt dramatischer, als es ist.

Klar ist aber, dass sich was ändern soll.
Und zwar mehr als bislang gedacht.
Viele von euch ziehen derzeit um, wagen sich in neue Städte oder finden ihren Weg zurück in die alte Heimat.

Da sich bis auf einen Nebenjob noch keine große Jobchance hier aufgetan hat, war ich in letzter Zeit auch öfter dort. In der alten Heimat.
Und habe bemerkt: es gibt gar keine Neue.
Sie war und ist die Region, für die mein Herz schlägt.

Mit dieser Erkenntnis wuchs die Sehnsucht und brachte den Wunsch mit sich, zurück zu kehren.
Und dann kam das schlechte Gewissen.
J. ist hier so glücklich.
Wie gemein von mir, ihm dieses Glück zu verhindern!

Also grübelte ich weiter, wog jedes Detail ab und wagte die Konfrontation.
Ich sage euch, heute Nachmittag wütete in unserem Haus ein Gewitter.
Ich fühle mich jetzt noch ganz beklommen, doch wie das mit Gewittern so ist:
sie reinigen die Luft.

Und obwohl sich an den äußeren Umständen in den letzten Stunden ja noch nichts verändert hat, bin ich wieder viel hoffnungsvoller. Ich kenne den nächsten Schritt, erist nicht zu groß und nicht zu klein.
Ich kann ihn gehen.

Einen praktischen Neuzungang haben die letzten Tage auch noch mit sich gebracht.
Eine lang gesuchte, nur leider nicht original alte Schere.


Seid mir lieb gegrüßt und wer momentan auch im Wandel ist, dem wünsche ich ganz viel Kraft.
Und ich bin sicher: es wird sich lohnen!

Montag, 5. August 2013

Über's Fallen

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 Ihr Lieben,
ich bin noch nicht ganz wieder in dieser Welt angekommen.
Zu sehr leide ich gedanklich noch mit Marc, Kay und Bettina.

In "Freier Fall" wird Marcs beschauliches Leben in seinen Grundfesten erschüttert, als er Kay kennenlernt.
Es könnte so eine wundervolle Liebesgeschichte sein, wäre der Zeitpunkt nicht so verdammt schlecht (Bettina ist hochschwanger)
und vor allem: wäre Homosexualität im Bekanntenkreis von Marc nicht so ein Tabu-Thema.

"Wir haben dich so nicht erzogen!" Sagt seine Mutter allen Ernstes.
Ich war so unglaublich traurig darüber.
Ich kann es nicht fassen, dass nicht die Frage im Vordergrund steht:
Bist du glücklich?
Liebst du ihn/sie?
Wirst du gut behandelt?

Ich wünschte, wir könnten einfach nur die Liebe sehen, die ein Mensch für einen anderen empfindet.
Und uns für ihn freuen.

Ich wünschte, und das ist so häufig das, was fehlt, ich wünschte, wir würden miteinander reden.
Ich wünschte, es gäbe für jeden Menschen ein Gegenüber, das Zuhören kann.
Das Mitfühlt. Das versucht, zu verstehen.

Mein eigenes Urteil über das Leben eines Anderen ist völlig Fehl am Platz.
Wer bin ich denn, dass ich sagen könnte, was für ihn gut und richtig wäre?
Und wie schwer ist es gleichzeitig, wirklich nicht zu urteilen!
Über den eigenen Schatten zu springen und ungewohnte Gedanken zu denken.
Und zur gleichen Zeit kann es so sehr befreien, sich von dem Gewohnten, Durchgeleierten zu verabschieden.

Ich wünschte, wir würden häufiger den Schritt ins Ungewisse wagen
und uns unseren Ängsten stellen.

Dienstag, 9. Juli 2013

Die Klarheit guter Gedanken


So richtig gute Gedanken, die kommen bei mir aus dem Bauch.
Da sitzt ein süßes Wesen, das ich sehr liebe, eine innere Stimme.
Die weiß ganz genau, was sie will.
Und was nicht.

Höre ich nicht auf sie, geht das, was ich dann mache meistens daneben.
Es steckt nämlich keine Kraft dahinter.
Höre ich jedoch auf sie, sehe ich wie aus dem Nichts neue Möglichkeiten auftauchen,
entdecke Schlupflöcher und Schleichwege und schwebe mühelos durch die Welt.

Alles ist dann klar.
Und ich weiß, dass sich jeder mühevolle Weg lohnt.

Montag, 3. Juni 2013

Dankbarkeit

Innehalten, bevor die neue Woche so richtig los geht.
Auf die vergangene Woche zurückblicken und alle wundervollen Momente aufzählen.





Geburtstags und Masterabschluss-Belohnungsblumen.
Seit dem Wochenende bin ich nicht nur ein Jahr älter, sondern auch Master of Arts.

Dankbar bin ich für die letzten wundervollen 24 Jahre.
Für eine einzigartige Studienzeit, die mich so vieles gelehrt hat.
Für die großartigen Menschen, die mich umgeben.