Samstag, 1. August 2015

nachhaltige Kindergeburtstagsgeschenke und: was wir im ersten Jahr nützlich fanden und was nicht

Salut ihr Lieben!

Langsam glätten sich die Wogen der Geburtstags- und Hochzeitswellen, die im Juli über uns schwappten.
Beim Aufräumen habe ich erst einen richtigen Überblick über die Flut an Geschenken für Iko erhalten und frage mich, wo um alles in der Welt wir diese Berge unterbringen sollen, beziehungsweise wie es überhaupt zu so viel Geschenken kommen konnte.
Schön sind sie alle - so viel steht fest.

Besonders habe ich mich über zwei Geschenke gefreut, denn sie trotzen ein wenig dem Überfluss.


Sicher kennt ihr das Prinzip und ich bin die einzige, die vorher noch nicht davon wusste.
Jedenfalls finde ich die Idee ebenso simpel, wie genial.
Ball "genäht", Öffnung freigelassen, Luftballon hineingesteckt und aufgepustet.
Anstatt den Ballon zu verknoten, wird das Ende nur verdreht und in die Lesche gesteckt.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das wirklich hält, aber es hält.
Spiel vorbei?
 Luft rausgelassen und beides verstaut für's nächste Mal.


 Der Kipplader stammt von Freunden, die ihn im Fairkauf entdeckten.
Iko ist begeistert, der Vorbesitzer war es ganz sicher auch und wenn Iko keine Schweinerei veranstaltet, kann es vielleicht auch noch einen glücklichen Nachbesitzer geben.
Kinderspielzeug ist so wahnsinnig teuer und ist oft viel länger schön und bespielbar, als ein Kind Lust daran hat.


NOCH spannender, als das neue Spielzeug war aber natürlich der Spielschrank der Großen (Ja. Unsere Spiele stehen im Küchenschrank. Und nein: Die Küchensachen stehen nicht in einem anderen Zimmer. Wir haben irgendwie zu wenig, um damit eine ganze Küche zu füllen).


 Bei den Vorbereitungen war Iko übrigens ein fleißiger Helfer und hat jedes zweite Stück Melone zur Sicherheit vorgekostet.


Ich hatte ja immer den Plan, dass sobald er stehen kann, wir so einen tollen Küchenturm bauen, damit er zuschauen und helfen kann.
Wie sich herausstellt, genügt ein Stuhl und ein wenig Vorsicht auf Seiten der Erwachsenen.
Und damit kommen wir zum 2. Thema:
Was fanden wir im ersten Babyjahr nützlich und was überflüssig?


Überflüssig:

1. Babybadewanne / Badeimer.
Zugegeben: wir hatten beides. Praktisch war keins davon. Schnell sind wir daher auf die Duschwanne umgestiegen und damit sehr happy. Duschen macht Baby übrigens genauso sauber, wie Erwachsene^^.

2. Babybett
WIEBITTE??? Denken vielleicht manche von euch.
Iko hat, wie ihr bereits wisst, vom ersten Tag an, wie vor ihm hunderttausende Kinder in der Menschheitsgeschichte, neben uns geschlafen.
Die Kinder von den Eltern getrennt Schlafen zu lassen ist eine Mode. Und keine besonders Gute.
Es gibt nichts Schöneres, als neben ihm zu liegen und ihn jederzeit Kuscheln zu können und ich denke gar nicht daran, ihn eher aus dem Bett zu vertreiben, als bis zu dem Tag, an dem er sein eigenes Bett einfordert. Babys (und Kleinkinder!) sehnen sich nach dem Schutz, der Nähe und Geborgenheit der Eltern, Sie wollen sie jederzeit riechen, fühlen und - wenigstens die Mamabrust - schmecken können. In diesem Bedürfnis ist kein Platz für räumliche Distanz.

3. Babywippe / Babyhängematte usw.
Wippen aller Art ahmen lediglich mehr oder inder gut nach, was das Baby als weitere Grunderwartung an die Welt stellt:
Eingekuschelt getragen und geschuckelt sein.
Und - Überraschung! Dafür haben wir Menschen zwei Arme, eine Brust und einen starken Rücken.
Ausgerüstet mit Tragetuch oder Trage lässt sich der Babyalltag bequem bestreiten. Nebenbei klappen auch lästige Dinge wie Hausputz und Einkauf einwandfrei.

4. Laufstall
Solltest du gerade überlegen, ob du einen Laufstall anschaffen sollst oder nicht:
Tu es nicht!
Du sperrst dein Baby damit ein wie ein Haustier.
Und das ist beinahe alles, was sich dazu sagen lässt.
Arbeite lieber nach dem Prinzip der "Vorbereiteten Umgebung".
Robbe durch die Wohnung und versuche Gefahrenquellen in dieser Höhe zu finden.
Die kannst du sichern oder entfernen.
Und schon kann sich dein Baby frei in der Wohnung bewegen - was es unbedingt will, denn es will so sein wie du und du darfst ja überall hinlaufen.
Richte unbedingt auch Schubladen ein, die ungesichert sind und die dein Spatz aufziehen darf, um sie auszuräumen und mit eigenen Schätzen zu füllen.
Du tust dir damit selbst einen Gefallen, wenn du diese frühen Ordnungs- und Aufräumversuche unterstützt, denn dann wird später das Kinderzimmeraufräumen viel seltener zum Krampf.

5. Breigläschen
Absolut überflüssig.
Denk lieber ein wenig nach, was du für dich selbst kochen kannst, das dein Baby auch essen kann.
Oder koche einfach eine große Ladung Babybrei vor und friere ihn ein.
Babys finden es gar nicht schlimm, wenn sie vier Tage in Folge Mittags das selbe essen und du kannst auf diese Weise super feststellen, was dein Liebstes verträgt und was nicht.

6. viele Spielzeuge und Klamotten
Aus den ersten Größen wachsen die Spätze ja eh schnell raus.
Statt den ganzen Kleiderschrank damit zu füllen, lieber weniger haben und einmal mehr waschen.
Ähnliches gilt für Spielzeug.
Babys wollen die Welt entdecken.
Spannend sind daher alle Alltagsgegenstände.
Und daraus ergeben sich spannende Spielzeuge!
Eine Zeit lang war Ikos liebstes Spielzeug ein Bratenwender... Da wäre ich NIE drauf gekommen, dass der ein tolles Spielzeug sein könnte!

7. Kinderwagen
Zugegeben: Wir nutzen unseren ab und an.
Aber viel zu selten, als dass sich seine Anschaffung gelohnt hätte.
Ich betone es noch einmal: Trage dein Baby! Dein Rücken gewöhnt sich an das Gewicht!
Und was die Steinzeitmamas konnten, das sollten wir - wenigstens im ersten Lebensjahr - auch können.

8. Wickeltisch
Zum Wickeln genügt der Platz auf einer Kommode, die du später noch für Spielzeuge und Kleidung verwenden kannst.
Einfach eine große Platte draufschrauben und los geht der Spaß.

9. Wickeltaschen
Praktischer und Rückenfreundlicher (!!!!) ist dein Rucksack.

10. Babybesteck
Deine Kuchengabeln und Teelöffel tun's auch.
Du hast Angst, dass sich dein Baby verletzt? 
Beobachte es mal genau.
Lass es Dinge ausprobieren, von denen du fürchtest, es könnte sich verletzen.
Schnell wirst du dein Kind bewundern, wie vorsichtig es ist und bemerken, dass es sich nicht selbst verletzt.


Großartig und nützlich waren für uns folgende Dinge:

1. Pucktuch (es genügt aber eine einfache Decke!!)
Gold wert bei schreiendem Baby

2. Schnuller
Anders als unsere Verwandten die menschenaffen tragen wir unseren Nachwuchs nicht 24/7 auf dem Arm. Und ehrlich gesagt stelle ich es mir in unserer Gesellschaft schwierig vor, als Mutter ständig mit entblößter Brust herumzulaufen.
Trotzdem wollen Babys Nuckeln - und das sollte man ihnen nicht verwehren.

Wer Angst vor schiefen Zähnen hat, der sei an den großen Eifer der Zahnärzte und Kiefernorthopäden erinnert, JEDEM Menschen eine Zahnspange anzudrehen. Geben wir ihnen Arbeit!

3. Trage und Tragetuch

4. andere Eltern
oder: Mütter brauchen Mütter! Es tut gut, sich mit Menschen zu umgeben, die die gleichen Themen haben und von ihren ideen und Lösungen zu profitieren.
Geh raus, triff dich mit anderen. Igel dich unter keinen Umständen ein!

5. Nasensauger für den Staubsauger
Die Dinger aus der Apotheke bringen's nicht.
Ältere Babys besitzen aber unerwartet viel Kraft und sind super wendig, sodass der elterliche Entschnodderungsversuche geschickt unterbunden werden kann!^^

6. Spuckfreundliche Teppiche
Nichts ist anstrengender, als ständig zu fürchten, das eigene Kind könnte irgendwo Flecken hinterlassen. Teppiche, die sich leicht reinigen lassen oder auf denen Flecken schwer zu sehen sind, schaffen da Erleichterung.

7. Abwaschbare Hochstuhlunterlage
Mit so einem tollen Teil steht der ganzkörperbreierkundung nur noch der elterliche Unwille im Weg! :-D

8. Matratzen auf dem Boden
Mit Lattenrost drunter der perfekte Ort zum Kuscheln und für den Mittagsschlaf (und später recyclebar für das Kinderbett)

9. Fahrradkindersitz
Soooooo viel Beweglichkeit!
Auch wenn der Hype die Anschaffung eines Kinderfahrradanhängers verlangt: tu es nicht, so lange dein Baby nicht spricht.
Du bist weit weg von ihm und es sieht im Straßenverkehr vielleicht Dinge, die ihm Angst machen.
Studien zeigen, dass Kinder, denen der Haut- und möglichst sogar Blickkontakt zu den Eltern möglich ist, deutlich entspannter sind und weniger weinen.
Also: Stress dein Kind nicht unnötig!!

10. Babyschwimmen
Gut für die körperliche Entwicklung.
Wassergewöhnung.
Verminderung der Gefahr zu ertrinken.
Liebe liebe Eltern.
Eine halbe Stunde, in der du unter Anleitung dein Kind beobachten kannst.

Und jetzt bin ich gespannt:
Was fandest du hilfreich im ersten Babyjahr und was nicht?

Sonntag, 26. Juli 2015

Mein erstes Jahr als Kaiserin

Heute vor einem Jahr erfüllte sich mein größter Traum.
Heute vor einem Jahr erfüllte sich ein großer Albtraum.

Seit einem Jahr bin ich die glücklichste Mutter des entzückendsten kleinen Jungen, der mit hat geboren werden können.

Seit einem Jahr bin ich ungewollte Kaiserin.

Wie habe ich diesen Schnitt gefürchtet.
Verteufelt.
Versucht, in der Schwangerschaft ALLES dafür zu tun, ihm zu entgehen.

Iko's Geburt war über 22 der insgesamt 23 Stunden eine schöne.
Am Vorabend - wir hatten kurz zuvor meine Eltern verabschiedet, die mit uns den Geburtstag meiner Mutter gefeiert hatten - löste sich der Schleimpfropf.
Kaum 2 Stunden später begannen die Wehen.

Ich war euphorisch.

Atmete, ging, stand immer mal wieder unter der Dusche.
Es war eine großartige, schöne Nacht mit stärker werdenden Wehen.
Ich spürte, wie Iko sich mit den Füßen abdrückte, hinaus wollte mit jeder Wehe.
In diesen Stunden fülten J. und ich uns zum ersten Mal greifbar als 3.
In diesen Stunden wurden wir eine Familie.

Am Morgen stellte meine Hebamme fest, dass der Muttermund nur 0,5cm geöffnet war.
- Deprimierend! Hatte ich doch mit 4 oder 5 cm gerechnet.

Ich wehte mich durch den Tag.
Es war heiß.
Ich war sooo müde.
Und ich hatte das Gefühl, es ging nicht voran.
Die Wehen kamen und gingen, doch sie brachten mir nicht mein Kind.

Am Nachmittag (Muttermund 1cm nach 17 Stunden) suchte ich meinen Belegarzt auf.
Und er bestürmte mich mit schlimmen Worten.

Geburtsstillstand.
Kein Fruchtwasser (ich hatte aber keinen Blasensprung gehabt).
Großes Kind.
Unterversorgtes Kind.
Schlechte Herztöne.
Kaiserschnitt.

"Bitte kommen Sie in einer Stunde ins Krankenhaus, damit wir operieren können".

Nebel. Tränen. Das Gefühl, keine Luft zu bekommen.
Ich war paralysiert.
Das konnte, durfte nicht sein.
Ich fühlte mich so hilflos.
Gab es keinen anderen Weg?
Warum hatte er mir keinen Wehenhemmer gegeben, bevor er mich zum Sachenpacken heim schickte?
Diese Wehen!!
Verdammt noch mal.

J. war das Hirn.
Ich lief - ganz Körper - nebenher.
Er brachte mich ins Krankenhaus.
Alle hatten 1.000 Fragen.

"Was möchten Sie zum Frühstück essen?", fragte mich eine Schwester und verlangte eine Aufzählung.
"Sie meinen, nachdem Sie mir den Bauch aufreißen und mein Kind gewaltsam aus mir zerren??", hätte ich am liebsten gerufen.
Doch ich antwortete brav. Machte mit. Funktionnierte.
Und dann der nächste Schlag.

"Haben Sie etwa Wehen????", fragt mich der Narkosearzt geschockt.
Ich bejahe und frage mich, was das denn bitte für eine blöde Frage ist.
"Nee, wissen Sie, den dicken Bauch habe ich, weil ich gestern Abend einen Luftballon verschluckt habe und der Arzt eben meinte, der müsste wohl besser raus..."
Er rät mir zu einer Vollnarkose, es sei denn ich könnte garantieren, selbst unter einer Wehe vollkommen still zu sitzen.
Ich werde von einer Wehe überrollt und kann mir nicht im entferntesten vorstellen, wie stillsitzen geheh soll.
Unter Tränen stimme ich der Vollnarkose zu.
Rasur.
Blasenkatheter.
Ich hiefe mich auf den Op-Tisch.
Man desinfiziert meinen Bauch und wischt ihn mit einer Art Scheibenwischer ab.
Ich witzele darüber mit dem OP-Team.
Alles scheint wie im Film.
Das ist unmöglich die Realität.

"Es könnte sein, dass Ihnen gleich etwas schwindelig wird und sich ihre Sicht dreht".
Na vielen Dank. Das möchte ich gar nicht sehen.
Ich schließe die Augen.
Es ist Nacht.

___________________________________


Ich sehe verschwommen.
Ich höre verschwommen.
Ich bin wach, realisiere ich.
Mal fühlen, ob es weh tut.
Hmmm... geht so.

MOMENT.

WO IST IKO???
J. tritt zu mir ans Bett.
In seinem Arm ein Bündel.

Iko scheint zu leben, denn er schreit.
Ich bin unendlich traurig.
"Wie schwer ist er?", flüstere ich.
"Wie groß ist er?"
J. meint, das hätte ich etwa 10x gefragt.
Direkt hintereinander.
 Ich kann mir seine Antwort einfach nicht merken.
Ich weine.
Ich fühle mich so schwach.
Ich kann mein Kind nicht richtig sehen.
Ich kann ihn nicht halten, weil meine Arme nicht machen, was ich will.

Wir haben ein Familienzimmer.
Die Schwestern betten Iko direkt zwischen uns.
Für unser Familienbett haben sie zwei Krankenhausbetten zusammengeschoben.

Zum ersten Mal kann ich ihn besser sehen.
Er liegt links von mir.
Ich muss ihn die ganze Zeit ansehen.
Am nächsten Morgen habe ich einen steifen Hals.

Morgens um 8 fordern mich die Schwestern auf, aufzustehen.
Ich fühle mich wie 125.
Noch nie war es so schwer und schmerzhaft, zu gehen.
Ich habe Angst, dass die Narbe aufreißt und meine Därme auf den Boden fallen.
Alles fühlt sich so unzuverlässig an.
Ich fordere, dass man mir den blöden Blasenkatheter abnimmt und will keine Schmerzmittel mehr.

Zwei Tage später sehe ich Iko zum ersten Mal nackt.
Ich bin unendlich traurig.
So hätte ich ihn sofort sehen müssen.
Für immer sind mir seine ersten Minuten auf dieser Welt entgangen.
Sein erster Atemzug.
Sein erster Schrei.
Sein erster Blick.

Zwei Tage später bestehe ich darauf, entlassen zu werden.
Mit jedem Tag kann ich mich besser bewegen.
Wir haben Schwierigkeiten mit dem Stillen.
Nach 2,3 Wochen haben wir es aber beide gelernt.

Ich pflege meine Narbe akribisch.
Und weine jeden Tag bei ihrem Anblick.

Ich bin wütend.
"Der Schnitt war unnötig!!", ruft eine garstige Stimme in meinem Kopf.
Ich lese und lese und lese über Kaiserschnitte.
Über negative Auswirkungen für das Kind.
Für die Mutter.

J. ist besorgt.
Wir sprechen viel, doch nichts kann mich trösten.
Die Monate gehen ins Land.
Die Narbe wird schmaler und blasser.
Ich beginne, meinem Körper wieder zu vertrauen.

Eines Tages habe ich genug von meiner Wut.
Genug von meinem Hardern mit dem Schicksal.
Ich mache einen Termin mit einer Transaktionsanalytikerin, die ich seit Jahren kenne.

Ich will den Kaiserschnitt willkommen heißen.
Ich will ihn als Ressource sehen können.
Ich will, dass er zu mir gehört.

Wir arbeiten.
Es ist anstrengend.

Neue Gedanken kommen ans Licht.
Das, was ich erlebt habe, war nicht mein Wunsch.
ABER: es war auch nicht MEINE Geburt!
Ich war nur das Instrument.
Das, was ich erleben durfte, was IKO's Geburt.
Und er ist auf SEINE Weise in diese Welt gekommen.
Ihm geht es gut damit.
Warum also sollte es mir damit schlecht gehen?

Ein Jahr ist vergangen.
Meine Narben sind verblasst.
Der Schmerz ist abgeklungen.
Seit einem Jahr bin ich Kaiserin.

Und die glücklichste Mutter der Welt.



Sollte es dir ähnlich gehen mit deinem Gebärerlebnis:
Nimm dir Zeit, zu Trauern.
In unserer Gesellschaft tun wir das viel zu wenig.
So schnell sprechen wir von Depression.
Hör auf dein Gefühl.
Weine alle Tränen, die geweint werden wollen.
Suche nach Antworten für deine Fragen - auch wenn du weißt, dass sie schmerzhaft sein können.
Lebe eine Weile mit der Wut.
Und dann, wenn der Tag kommt, an dem du das alles satt hast:
MACH DICH AUF DEN WEG.
Integriere das Erlebnis.
Nimm es an als Teil von dir.
Mache deinen Frieden und finde dein Glück.

Und:
genieße dein wundervolles Kind

 

Der Küchenschrank - eine low budget Lovestory

Als wir ihn vor über einem Jahr kauften, waren wir frisch eingezogen und hatten eine Einbauküche zurückgelassen, ohne in der neuen Wohnung IRGENDETWAS in der Küche vorzufinden.
Geld für eine neue Einbauküche war knapp, also begannen wir mit unserem Stückwerk.

Besorgten eine Arbeitsplatte und Küchengeräte.


In der alten Wohnung war die Küche ein schmaler Durchgangsraum zum Bad gewesen.
Hier hatten wir zum ersten Mal Platz für einen Esstisch IN der Küche.


Und als Herd, Spüler, Kühlschrank und Spüle funktionnierten, bemerkten wir, dass wir keinen Platz für Lebensmittel und Geschirr hatten.
Dem geliebten Großflohmarkt zum Dank fanden wir nach kurzer Suche unsere erste gemeinsam gekaufte Antiquität in diesem schönen Exemplar.


Wir liebten ihn augenblicklich, stellten ihn auf und beschlossen, ihn gelb zu lackieren.
Monate später sah er genau so aus, wie zuvor.

Dann dachte ich, ich könnte ihn asiatisch aussehen lassen....



Ich mochte (und mag) die Idee sehr - benutzte aber die falsche Farbe.
Bei jedem Stoß blätterte etwas ab und ich beschloss frustriert, die Bearbeitung auf J.'s Elternzeit zu vertagen.

So kam und ging der Juni und auch der Großteil des Juli.
Mit jedem Tag blickten wir missmutiger auf den unfertigen Schrank.
Mir war klar, dass der Anblick ein Dauerzustand werden würde, sollte es mir nicht gelingen, ihn vor August zu bearbeiten.
Schließlich fragte J. dezent aber bestimmt, ob ich wohl vorhätte, den Schrank so zu lassen.
Eine Woche und etliche Stunden mit Schleifgerät und Pinsel in der Hand haben wir das:


Die Griffe passen zu den Hängeschränken, die ich in den Kleinanzeigen gefunden und für 30€ mitgenommen habe. Farbe, Griffe und Marmorfolie (ja, auch die Arbeitsplatte ist mit Folie beklebt. Der Praxistest zeigt: klappt prima!) lagen etwa bei 60€.




Der Türschutz hinter dem Herd musste natürlich angeglichen werden


...und das offene Regal zwischen den Schränken ebenso.


Die Gardine am Fenster wich dem Bastrollo, das zuvor in Ikos Zimmer hing und das mit seinem dunklen Braun Wärme ins Zimmer bringt, ohne das Tageslicht auszusperren.



Für unsere Küchenschränke liegen unsere Kosten demnach bei 250€ (Anschaffung Schrank) + 30€ Hängeschränke + 60€ Aufarbeitung = 340€.

Selbstverständlich sind wir meilenweit entfernt von einer Traumküche.
Aber für den Moment und das kleine Geld kann ich nicht anders, als das Ergebnis lieben!

Mittwoch, 22. Juli 2015

Einrichten mit Mini-Budget

Salut ihr Lieben!

Auf Anfrage einer wundervollen Leserin ;-) teile ich heute mein gefährliches Halbwissen rund um das Thema Einrichtung.
Die folgende Liste ist weder vollständig, noch inhaltlich von Experten bestätigt (jedenfalls nicht in dieser Zusammenstellung).
Bei Risiken und Nebenwirkungen zieht ihr am besten einen Einrichtungsexperten zu Rate.
Nun denn.
Genug der Warnung!

1. Sieh dir an, was du bereits hast.
In vielen Möbelstücken schlummern Prachtstücke, man muss sie nur entdecken.
Versuche dir bei einem Möbel, das dir nicht gefällt, vorzustellen, was man damit anstellen könnte.
Zum Beispiel: andere Füße, andere Farbe, andere Knäufe, Bekleben mit Folie, Verzierungen mit Holzleisten/Ziernägeln (damit lassen sich tolle Muster machen!)/Farbe/Stuck/Stoff...

Wenn dir absolut garnichts einfällt, das du machen könntest, um ein schönes Möbelstück zu erhalten:
Trenne dich davon!!!!
Nichts ist schlimmer, als ewig auf Ungeliebtes zu schauen und den Platz für Herzensdinge zu vergeuden.
Wenn du dich trennst, bedenke folgende Wege:
Ebay oder Ebay Kleinanzeigen. Alles Geld, das du hier bekommst ist ein Bonus für deine Traumeinrichtung.
Ist kein Geld zu machen, spende die Möbel. Das kommt Bedürftigen zu Gute und du sparst dir den Sperrmüll. Meistens werden Möbel sogar abgeholt, sodass du sie nicht einmal selbst wegtransportieren musst. Ist das Stück im Eimer hilft natürlich nur noch der Sperrmüll.
Obwohl die Erfahrung zeigt, dass andere das gaaaanz anders sehen können...


2. Entwickele eine Idee für den Raum.

Was passt zu dir? 
Wie lebst du gern?
Isst du zum Beispiel gerne im Wohnzimmer, lohnt sich ein großer Couchtisch.
Auch wenn du den kleinen süßen tausendmal schicker findest.


3. Vermeide die Schwedenfalle.

Schwer, aber hilfreich.
Alles in einem Rutsch zu kaufen sieht auch nach "in einem Rutsch" aus. Aber nicht nach dir.
Geh auf Flohmärkte. Durchforste die Kleinanzeigen und Aushänge in Supermärkten (Sperrmüll nicht vergessen! ^^).
Damit sparst du Geld und wirst mit Stil belohnt.
Dieser Stil wird eklektisch genannt. Das bedeutet, dass verschiedene Stile und epochale Trends miteinander zu einem harmonischen Ganzen kombiniert werden.
Solche Räume strotzen nur so von Persönlichkeit.

Fun mid-century modern living room with turquoise sofa and indoor plants.


4. Nimm dir Zeit.

Ja, es nervt, auf nackte Glühbirnen zu starren.
Aber eines Tages kommt die perfekte Lampe des Weges daher und dann ärgerst du dich, wenn du kein Geld dafür hast oder bereits eine Kompromisslampe hängt.


5. Investiere in zeitlose Basics.

Große Möbel wie Sofas, Betten, Tische und Schränke sollen uns eine lange Zeit begleiten.
Hier vorsichtige Entscheidungen zu treffen (besonders beim Thema Farbe!) lohnt sich.
Farbe und Persönlichkeit sind leicht durch Accessoires einzubringen #Kissengehenimmer.
Sie sind soooo viel günstiger und nehmen im Schrank wenig Platz weg.

Auch hier lohnt sich aber Achtsamkeit.
Also: Nicht alle Kissen im gleichen Laden shoppen, sondern warten und sammeln.
Kritisch sein bei Trends.
Magst du Neonpink auch noch in 2 Jahren? Nicht sicher?
Dann kauf lieber nur ein Trendteil, das dafür aber mit Wumms.


6. Sei Mutig!

Du bist dir nicht sicher, ob du blaue Wände magst?
Versuche es zunächst mit einer blauen Decke auf dem Sofa und wenn die dich nach ein paar Wochen nicht nervt und du mehr willst - streich eine Wand!
Weiße Farbe gibt es zu fast jeder Tages- und Nachtzeit zu kaufen. Probier es einfach aus.


7. Sorge für gutes Licht.

Ein Raum kann noch so gut eingerichtet sein: ohne die rechte Beleuchtung sagt er nur: blabla.
Generell gilt: In jedem Zimmer eine helle Leuchte (falls man was sucht, putzt oder es wirklich hell möchte). Die sollte aber nicht standardmäßig an sein.
Schöner sind mehrere kleine Lichtquellen.
Das betont die Stellen, die du möchtest, macht ein Zimmer gemütlich und erlaubt dir, es genau so hell zu haben, wie du gerade magst.

Love the ecclectic vibe and colors in this living room!


8. Mixe!

Okay, du liebst einen bestimmten Einrichtungsstil.
Das ist Klasse, kann aber schnell langweilig wirken.
In einem romantischen Zimmer bringt ein Stuhl im Industrial-Style einen WOW-Effekt (selbst wenn er eine rosa Schleife trägt).
In einer cleanen, modernen Wohnung sorgt Omas alter Sessel für Bodenhaftung und Charme.

Ikea inexpensive kitchen cabinets with new top // studio karin: MÄKLARFOTOGRAFERING HOS MIG

Gold wert finde ich auch diesen Gedanken:
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9. Lass den ersten Blick in ein Zimmer auf etwas Schönes fallen.

Nichts ist unangenehmer, als beim ersten Blick in einen Raum einen Wäschesack oder ein unaufgeräumtes Regal zu sehen.
Tu dir selbst einen Gefallen und stelle an die aus Fluren und anderen Zimmern einsichtigen Stellen Dinge, die dir Freude bereiten. Und: räume diese Stellen regelmäßig auf.



10: Überhaupt: Räume auf!

Nichts macht ein Zuhause schöner, als genau der Grad an Ordnung (und Unordnung!!!), den du magst. Ich selbst habe in mega aufgeräumten Wohnungen immer ein bisschen das Gefühl, nicht atmen zu dürfen. In sehr unaufgeräumten Räumen kommt es mir eher vor, als müsste ich ersticken.

Sei ehrlich mit dir selbst und triff eine Ordnungsentscheidung.
Abends vor dem Zubettgehen hier und da noch ein bisschen zu zuppeln klappt für mich zum Beispiel prima. Ich wache morgens auf und sehe eine aufgeräumte Wohnung. Toller Start in den Tag!



11. Mach dein Bett.

Lästig, aber gut für's OM.
Ungemachte Betten machen Stress. Ehrlich wahr.
Es genügt schon eine supereinfache Tagesdecke.
Wer's schön mag, legt noch 1-10 Kissen drauf. Je nach Geschmack.
Nebenbei schätzt du dich damit selbst wert und das tut der Seele gut.


nicety


12. Nutze alles Tageslicht, das du bekommen kannst!

Verhänge unter keinen Umständen deine Fenster, es sei denn, du magst es gerne Höhlen-gemütlich.
In dem Fall gilt das Gegenteil (also schwere Vorhänge und Schummerlicht).
Eine tolle Möglichkeit, tageslicht zu "verfielfältigen" sind Spiegel.
Mit ihnen bekommst du Licht an Orte, wo keines hinfällt.
Spiegel sind leicht für's Auge, in allen Preisklassen zu haben und wirken immer großzügig.
Gerade in kleinen Räumen ist das extrem hilfreich.


13. Arbeite nicht gegen deine Wohnung.

Lebst du in dunklen Räumen und jeder Versuch, sie hell und tagslichtdurchflutet zu gestalten, scheitert: geh mit dem Raum.
Ein dunkles Bad kann schwarz gestrichen großartig wirken.
Hier ist natürlich eine hammerauffällige Beleuchtung angesagt.

Auch Teppiche sollten immer "Raumfreundlich" gewählt werden.
Bedeutet: in rechteckigen Räumen einen rechteckigen Teppich wählen und die lange Teppichseite auf die lange Raumseite legen.
In quadratischen oder kleinen Räumen eignen sich runde Teppiche.

this city apartment featured in issue #14 of EST magazine may be a little more masculine than our...


14. überhaupt: Teppiche.

Niiiiiemals zu klein wählen!!
Das sieht nicht aus.
Investiere hier lieber mehr Geld, das ist genau richtig angelegt.
Teppiche sind großartig, um in Mietwohnungen ungeliebte Auslegeware aufzuwerten.
Teppiche schaffen einen "Raum im Raum".
Gerade in großen Räumen kann man das perfekt nutzen, um "Wohninseln" zu schaffen.
Teppiche sollten nach Möglichkeit größer sein als beispielsweise das Sofa, das drauf steht.
Bedeutet: rechts und links sollte noch Teppich sichtbar sein.

Ist das nicht möglich, versuche das Arrangement möglichst gewollt aussehen zu lassen.
Sofa und Sessel sollten gleich weit auf dem Teppich stehen oder gleich weit davon entfernt.
Ungleichverteilung wirkt immer störend.

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15. Versuch es immer zuerst mit Symmetrie.

Also: rechts UND links vom Sofa einen Beistelltisch.
Kissen mittig oder zu beiden Seiten.
Zwei Lampen statt einer.
Sollte Symmetrie nicht aussehen, bleibt dir ja immer noch die Asymmetrie.
Aber versuche es erst mit Symmetrie.
Sie beruhigt das Auge.

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16. Hab Mut zur Asymmetrie.

Wenn die Symmetrie versagt oder langweilt, wird es spannend.
Asymmetrie ist ein klassisches Stilmittel, um Aufmerksamkeit zu erregen.
Große und kleine Gegenstände nebeneinander, verschiedene Materialien, Formen und Farben.
So sehr die Symmetrie gerade Anzahlen liebt, so sehr liebt die Asymmetrie ungerade Zahlen.
Blumen beispielsweise sollten GRUNDSÄTZLICH in ungerader Anzahl arrangiert werden.
So hat jeder Blütenkopf einen Platz.

Für Vignetten, also Stillleben, die nicht von Symmetrie leben, mindestens 3 Gegenstände unterschiedlicher Form, Farbe und Größe wählen.

This looks like a non-grandma way of using vintage dishes

17. Pflanzen nutzen.

Pflanzen bringen Leben in die Wohnung, schaffen ein gutes Raumklima, entspannen durch das Grün die Augen und sehen super aus.
In Stillleben sind sie echte Raketen.
Wer keine lebendigen Pflanzen mag, kann sich an trockenen Zweigen versuchen.


18. Achte auf die Raumnutzung.

Nichts ist umständlicher, als lange, verschlungene Wege durch Zimmer, die man häufig durchquert.
So aufregend (und gutaussehend) es ist, Möbel IN den Raum zu stellen, statt immer an der Wand lang - nie sollte ein Möbelstück dich zwingen, einen Umweg zu gehen.


19. Wähle passende Bilder.

Bilder sind allzu oft:
- zu tief gehängt
- zu hoch gehängt
- zu klein für die Wand und die umgebenden Möbel
- zu groß für die Wand und die umgebenden Möbel
- unpassend vom Motiv oder den Farben
- in umpassende Rahmen gehängt
- nicht im Einklang mit der Funktion des Raumes gewählt.

Ein paar Beispiele:
Im Eingangsbereich macht sich eine Fotosammlung von Familienausflügen besser als im Bad.
Bilder, die alleine Hängen, sollten groß genug sein, um diese herausragende Position auch zu meistern (natürlich kann ein sehr kleines Bild an einer großen Wand auch spannend wirken. Das ist aber nicht selbstverständlich der Fall).

Sind dir keine großen Bilder zur Hand, kombiniere mehrere kleine.
Toll ist die Petersburger Hängung, die streng oder frei gestaltet werden kann.

https://www.westwing.de/magazin/app/uploads/de/2015/02/living4media_11042017_Resize.jpg


http://media.tumblr.com/tumblr_lrf9ysXccw1qlrptv.png 

http://blog.ernstings-family.com/wp-content/uploads/2014/08/Fotolia_33843352_M_beschnitten.jpg


20. Geh in die Luft.

Nutze unbedingt die Höhe eines Raumes aus, gerade wenn er klein ist.
Stelle schlanke Regale auf.
Lasse Pflanzen in Macrames von der Decke hängen.
Suche hübsche Mobiles.
Hänge eine Hängematte auf, statt einen Sessel zu stellen.

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´How To DIY A Tiny Space — For Big Results #refinery29  http://www.refinery29.com/small-san-francisco-apartment#slide11  Ignore Indoor/Outdoor Rules "Who said swings were for outdoor use only? This swing from Gravel  Gold is a great spot for some magazine reading and, when the sun hits, napping.  Challenging the conventional use of items is always a DO!" 

Und vor allem:
Hab Spaß! 



Da dieser Post der erste seiner Art ist, wüsste ich besonders gern, wie er euch gefällt.
Mögt ihr Weisheiten dieser Art künftig gern mehr hören? (ich hätte da noch ein paar mehr zum Thema...) oder ist dieses eine Mal genug?

Montag, 13. Juli 2015

Was Abhängige brauchen

Salut ihr Lieben!

Eben stolperte ich über diesen großartigen Vortrag, der mich sehr nachdenklich gemacht hat und dem ich aus tiefstem Herzen zustimmen kann.

Für die, die keine Gelegenheit haben, ihn selbst zu schauen:
Der Grundgedanke ist simpel.
Abhängige (von was auch immer) werden gesellschaftlich stigmatisiert.
Wir bestrafen sie, indem wir sie isolieren und ihnen den Weg in ein beglückendes Leben erschweren.

Studien an Ratten und Drogenabhängigen in Portugal zeigen aber, dass der entgegengesetzte Umgang - nämlich INKLUSION - zu großartigen Ergebnissen führt.

Die Erklärung ist einfach: wir sind soziale Wesen und sehnen uns nach stabilen, verlässlichen und erfüllenden Beziehungen.
Erlaubt unser Umfeld uns nicht, dieses Bedürfnis zu stillen, vielleicht weil alle Bekannten unzuverlässig sind, uns schlecht behandeln oder wir sie aus welchen Gründen auch immer verlieren, so suchen wir uns einen Ersatz.

Ich finde das so erschreckend logisch...

Das Schlimmste, was wir Menschen uns gegenseitig antun können (abgesehen von körperlicher Gewalt) ist psychische Gewalt, zum Beispiel durch Exklusion und Isolation.

Gesundheit ist für den Menschen untrennbar verbunden mit Zugehörigkeit und Verantwortung.
Das sollten wir immer berücksichtigen - egal welche Krankheit wir behandeln.

Freitag, 10. Juli 2015

upcycling

Ich liebe dieses Bild:

lids

 Als ich es zum ersten Mal sah, konnte ich kaum glauben, dass die Statuen aus Plastikdeckeln (!!!!) gemacht waren.
Und so begann die Mission Platikdeckel.
Freunde und Familie wurde angehalten, alles zu sammeln, was verwertbar sein könnte.
Über Monate sammelte ich, was das Zeug hielt.
Und stellte nach kurzer Zeut fest: es fehlt an großen Deckeln. Wo zum Geier haben die Erschaffer dieser Kunstwerke so viele große Deckel her?

Bei mir sammeln sich unzählige Mengen an Milch- und Saftflaschendeckeln.
Klein. Allzuoft weiß. Alle in einer Größe. (hatte ich erwäht, dass sie klein sind?...)

Anyway.
Die Mission ging (und geht) weiter.
Jüngst bekam sie aber eine neue Ausrichtung:


Schwer kombinierbare, weil ähnlich große Deckel ergeben zusammen die wunderbarsten geometrischen Muster. Ich bin noch auf der Suche nach einem Untergrund, auf dem die Arrangements wind- und wetterfest aufgeracht werden können, da ich sie (wie ihre ursprüngliche Inspirationsquelle) in den Garten hängen will. Ideen?


Iko hat derweil seine helle Freude damit, die Deckel im ganzen Wohnzimmer zu verteilen.
Und meine Versuche einer farblichen Sortierung zu unterbinden.

Ohrschmuckmenge

Seit ich Ohrlöcher haben durfte (das war in den Osterferien, als ich 11 war), LIEBE ich Ohrringe.
In den vergangenen 15 Jahren habe ich definitv eine ungesund hohe Anzahl an Ohrringen gekauft.
Die Meisten meiner Errungenschaften blieben nicht lang.
Ich habe sie verschenkt, weggeworfen (seufz... so eine Verschwendung) und gelegentlich, aber seeehr selten verloren.

Seit Ikolino auf der Welt ist, trage ich kaum noch Schmuck - vpr allen an den Ohren - im Interesse meiner unversehrten Ohrläppchen.
Der Spatz ist nämlich blitzschnell, wenn es darum geht, mir die Dinger aus den Ohren zu ziehen.
Nicht gerade sanft und meist mit Ruck nach unten (aua).

Jüngst stolperte ich also über meine Unmenge unbenutzter Ohrringe und mistete aus.
Die Anzahl meiner Neuzugänge hat sich auf ein vertretbares Maß reduziert und da ich 26 jahre alt bin und langsam aber sicher erwachsen werde, habe ich den Plan, immer mehr "echten" Schmuck mein Eigen zu nennen. Sprich: mehr echte Steine oder Perlen und goldene oder silberne Fassungen.

Ohrring-Ordnungen hatte ich fast genau so viele, wie Ohrringe selbst, aber die aktuelle hält sich schon eine ganze Weile.


Der Keramik-Eierbecher bietet Platz und erlaubt eine Ordnung nach Kategorien.
Oben links: echte Steine, kurz / Mitte: echte Steine, lang / rechts: goldene (Gold und Fake gemischt)
Unten links: offensichtlich Kreolen. Unglaublich, aber wahr: ich besitze (nur) diese beiden Paare.
Mitte: unechte Steine / rechts: Perlen (alle echt - yay!)

Ich habe nicht gezählt, wie viele Paare es sind. Es sind eindeutig genug, auch wenn ich ständig das Gefühl habe, keine passenden zu meinen Outfits zu haben (, was natürlich Quatsch ist).
Mindestens 3x die Woche denke ich beispielsweise, ich bräuchte gaaaanz ganz dringend pinke Ohrringe. Um dann festzustellen: eigentlich besitze ich schon 3 Paare...

Wie ist das bei dir?
Bist du auch ein Ohrringsuchti?
Oder kommt dir nichts an die Ohren?