Freitag, 3. Juli 2015

1 Monat Second-Hand

Salut ihr Lieben!

Der erste Monat meiner "Kleidung für 2 Monate nur aus 2er Hand"-Mission ist um!
Zugegeben: es gab hunderte Dinge, die wichtiger waren, als Kleidung kaufen.
Trotzdem: Zwei Jeans (eine Levi's und eine von ONLY) und eine großartig gemusterte Tunika von Imbarro haben den Weg zu mir gefunden.
Auf einen Schlag hätte ich alle drei Schätze 1st hand nicht heim nehmen können.
2nd hand habe ich auch noch länger überlegt, sie aber guten Gewissens (meiner Geldbörse gegenüber) zur Kasse getragen.

Fazit des ersten Monats:

Gebrauchte Kleidung zu kaufen macht definitiv mehr Arbeit.
Es kann schwierig sein, überhaupt schöne Teile zu finden (obwohl mich in den richtigen Läden immer mindestens 1-2 Dinge angelacht haben). Und dass die schönen Dinge dann oft nicht in der passenden Größe an der Stange hängen, versteht sich von selbst.

Andererseits bieten viele Läden tolle Marken zu guten Preisen an.
Und: das Einkaufserlebnis ist entspannter. Persönlicher. Überlegter.
Zudem ist mein Gewissen ein bisschen leichter.
Ich laufe nämlich nicht mehr einfach so los und kaufe irgendein Top, nur weil es gerade für 7,99€ angeboten wird.
Ich achte mehr auf Qualität, darauf, was mir sehr gefällt, sodass ich es auch in 2 Jahren noch gerne tragen mag.


 Dieser Tage sind die Hosen natürlich nicht allzu oft im Einsatz, die Tunika hat mir dafür schon viele gute Dienste geleistet.
Iko findet diese ganze Diskussion völlig überflüssig.
Ganz ohne, nur mit Windel ist sein Fashion-Tip des Tages.


Sonntag, 28. Juni 2015

Rezept für einen Glückstag

Wie wenig es doch braucht zum perfekten Glück.


 Rezeptvorschlag:

1 gute Freundin
etwas Zeit
1 Klavier und Noten zum Vierhändigspielen
1 kleiner Stadtbummel mit spontaner Backentscheidung (Was? - Egal! Hauptsache zusammen)
Zuckerperlen (Sind zwar hart zu beißen, geben aber Raum für tiefe Gespräche beim Verzieren)
Heim kommen zum wunderbarsten Schatz der Welt


Wie sieht dein Rezept für einen Glückstag aus?

Donnerstag, 25. Juni 2015

Ab in die Kiste

Ich habe keine Ahnung, seit wann dieser Bio-Gemüsekisten-Hype läuft.
Als ich das erste mal davon hörte, war ich begeistert, aber skeptisch, dass wir sowas tolles auch in der Löwenstadt haben könnten.

Das wuderbare am Mamasein ist nun ja, dass man sich soooo viel verantwortungsvoller und bewusster verhält. Also jedenfalls in manchen Dingen.
Wenigstens mal beim Essen (lasst mich nicht die einzige sein, die jetzt gesünder isst, als zuvor!?).
Ein weiterer wunderbarer Aspekt ist, sind die anderen tollen Mamas, die großartige Dinge entdecken und weitererzählen.

Und so lernte ich den Hof Morgentau kennen (aaahhh - allein der Name!!), der südlich von Braunschweig Bioanbau betreibt und diese tollen Gemüsekisten liefert.
Der Name ist toll, das Angebot ist toll,
und dass mir regionale, saisonale Bioprodukte einmal die Woche vor die Tür gestellt werden ist nicht nur sehr bequem, sondern sicher auch gut für mein Karma.

Kiste bestellt, am Mittwochmorgen neugierig aus dem Fenster gelunst,
Kiste erspäht und begeistert gewesen.


In unserer 15€ Kiste fand sich ein riiiiiiiiesen Salatkopf, Spitzkohl, zwei Brokkoli in doppelter Ausführung, eine Salatgurke, eine Paprika und Karotten.
Natürlich reicht das nicht für die ganze Woche.
Als Gemüseliebhaber passt vielleicht die 20€ Kiste besser zu uns.
Aber für den Anfang bin ich einfach erstmal seeehr zufrieden.

Wie sieht es bei euch aus?
Seid ihr auch Kisten-Fans oder kauft ihr lieber selber ein?

Mittwoch, 24. Juni 2015

Familienbettmythen

Salut ihr Lieben!

Am Sonntag wird mein Ikolino 11 Monate alt. Wer genau mitzählt, stellt fest, dass bis zum ersten Geburtstag dann nur noch ein Monat fehlt und es fühlt sich so an, als wäre es an der Zeit darüber zu schreiben, wie wir den Mäuserich betten.

Als Erziehungswissenschaftlerin habe ich im und neben dem Studium in Fachzeitschriften gebadet.
Denn in meiner Welt gibt es definitiv nichts spannenderes, als Menschen.
Und wie wir als Menschen zusammenleben.
Vorzugsweise glücklich.
Was das Zusammenleben mit Kindern angeht...

(ich bin stark dafür, viel viel seltener von Erziehung zu sprechen. Der Bärenanteil von dem, was eine Erziehung ausmacht, geschieht dann, wenn wir gar nicht absichtsvoll erzieherisch handeln. Zudem schafft der Begriff ein krasses Dominanzgefälle und damit Distanz. Da stehe ich als Nähe-Typ einfach nicht dahinter.
- Achtung: das bedeutet trotzdem, dass Eltern die Verantwortung für ihre Kinder tragen und die Aufgabe haben, Werte zu vermitteln, die das Zusammenleben in unserer Gesellschaft ermöglichen!)

Wo war ich?

Also Zusammenleben mit Kindern.

Da gibt es für mich 2 Maximen.

1. Die Kindheit ist das Paradies, aus dem Adam und Eva der Bibel nach vertrieben wurden.
Sie ist unser stärkster Motor oder unsere heftigste Bremse.
Lerne ich in diesen Jahren nicht, dass das Leben auf dieser Erde lebenswert ist, so werde ich den Rest meines Lebens daran zu knapsen haben.
Es ist unsere Aufgabe als Eltern, dieses Paradies zu schaffen.
Bedürfnisse zu erkennen und zu befriedigen.
Das hat nichts mit verwöhnen zu tun.
Verwöhnen bedeutet, Dinge abnehmen, die das Kind selbst tun kann.
Es zum Beispiel weiter zu füttern,obwohl es selbst essen kann.
Natürlich noch nicht so sauber wie du.
Natürlich noch nicht so schnell wie du.
Es kann es auf seine Weise.
Und Paradies bedeutet, es die Dinge auf seine Weise tun zu lassen.

2. Die Kindheit muss auf das selbstständige Leben vorbereiten, das ich als Erwachsener führen werde.
Die Qualität von Erziehung misst sich daher in meinem Verständnis daran, wie stark sie das Selbstwirksamkeitsempfinden und die Selbstständigkeit eines Kindes stärkt.
Dieser Aspekt baut auf dem ersten auf.
Lasse ich mein Kind nicht auf seine Weise essen, spielen, Neues kennenlernen usw., beraube ich es der Erfahrung, dass es selbst etwas tun kann.
Es wird den Glaubenssatz entwickeln, dass es andere brauche, die ihm ans Ziel helfen.
Es wird überzeugt sein, dass es selbst nicht ausreicht, dass andere die Dinge besser machen.
Wie gesagt: es geht hier nicht um blindes Laissez-faire, bei dem Eltern ihrem Kind zusehen, wie es einen Frosch aufbläst oder einem Käfer die Beine ausreißt. Da lernt das Kind zwar Selbstwirksamkeit, vor allem wird es ihm aber später an Empathie fehlen!

Mit diesen zwei Maximen ausgerüstet startete ich also ins Elterndasein.
Für meine Entscheidungen leitet mich die Frage:
Wie sehen die Bedürfnisse meines Kindes aus?
Was ist die "angeborene Erwartung" an diese Welt, wie sind Kinder seit Anbeginn der Menschheit aufgewachsen?

So sind Kinder beispielsweise Traglinge, die erst im 12. Jahrhundert nach Christus in Kinderwagen gelegt wurden. In der gesamten vorangegangenen Menschheitsgeschichte (schlappe 200.000 Jahre) wurden Babys getragen.
Wäre es für das Überleben unserer Art nachteilig gewesen, würden Mütter aussehen wie Kinderwagen. Oder wie Türwippen. Oder wie Hängematten.
Ich verstehe jede Mutter mit Rückenschmerzen, die sich graust, ihr Kleines längere Zeit zu tragen.
Hilfreich sind Sport, ein guter Chiropraktor, Massagen und kontinuierliches Tragen. Der Körper gewöhnt sich an das langsam steigende Gewicht.
Schließlich kann es ja mal passieren, dass man selbst zunimmt und das Gewicht kann man ja leider nicht so toll im Kinderwagen schieben...
 Bis zum ersten Lebensjahr erreichen auch die allerwenigsten Kinder ein Gewicht, das für den elterlichen Körper eine untragbare Last darstellt.

Wichtiger als die Grunderwartung, getragen zu werden ist jedoch das Bedürfnis nach Nähe.
In den rauen Zeiten in denen der Mensch sich entwickelte, bedeutete der Näheverlust eine akute Lebensbedrohung. Ohne ständigen Körperkontakt zur Mutter verlor das Baby seinen Zugang zu Nahrung, Wärme und Schutz (Also der totale Baby-Supergau).

 In allen Kulturen war es daher bislang selbstverständlich und akzeptiert, dass Mutter und Kind im ersten Lebensjahr in enger Symbiose lebten, die sich mit dem zunehmenden Autonomiebedürfnis DES KINDES lockerte. Beide wachten und schliefen nah beieinander, sodass jedes kindliche Bedürfnis jederzeit gestillt werden konnte.

Kurzum: Kinder waren auf dem Arm und schliefen im Bett der Mutter. Nicht daneben. Nicht im gleichen Zimmer. Sondern direkt neben ihr. Ihr wisst schon: Körperwärme, Nähe, Schutz und so.


Und so landete Iko im Familienbett.
Schon in seiner ersten Nacht im Krankenhaus war das so.
Bislang haben wir ihn nicht erquetscht.
Oder erstickt.
Er ist auch nicht am plötzlichen Kinstod gestorben oder überhitzt oder sonst einem Ammenmärchen erlegen, das über Familienbetten berichtet wird.
Er ruiniert auch nicht unser Eheleben.
Natürlich kann ich nicht mehr an J. gekuschelt einschlafen. Das fehlt mir. Sehr.
Aber: Mit 20 wird Iko nicht mehr zwischen uns liegen. Da bin ich mir ganz sicher.
Und wenn ich 80 werde und J. auch, dann haben wir dann immer noch genug Zeit, jede Nacht zusammengekuschelt einzuschlafen.
Aktuell sind wir halt Götter, die ein Paradies bereiten.
Kein schlechter Tausch, wenn ihr mich fragt.

Zum Technischen:
In den ersten Monaten haben wir um Iko herum eine zusammengerollte Wolldecke gelegt, falls wir im Schlaf zu sehr in seine Nähe rollen.
Als er mobil wurde, rollten wir unsere Bettdecken zu "Würsten" und legten sie wie eine Mauer um ihn herum.
Eine Zeit lang bot das genug Fallschutz. Als er jedoch stärker wurde, konnten wir ihn zum Mittagsschlaf nicht mehr mit ruhigem Gewissen hinlegen.
In seinem Zimmer liegt daher eine Matratze. Wir legen uns mit ihm hin, bis er einschläft und sobald er wach wird, krabbelt er zu uns. Er wird durch keine Barriere und kein Gitter gehindert. Selbstwirksamkeit olé.
 Nachts genügt der Wurstwall bislang, um ihn vor einem Sturz zu schützen.

Und es gibt für mich nichts Schöneres, als neben ihm einzuschlafen und morgens von seinen Händchen in meinem Gesicht geweckt zu werden.

In diesem Sinne: Habt Mut zur Nähe!
Je mehr ihr euren Kindern ein Paradies schafft,
desto mehr könnt ihr selbst auch noch einmal Besucher dort sein.

Dienstag, 23. Juni 2015

Bis an die Zähne

Salut ihr Lieben!

Unerwartet erweitert sich mein Kursangebot ab September um noch zwei Kurse, was einiges an zusätzlicher Organisation verlangt.
Ich liebe diese unverhofften Wendungen und empfinde sie immer als Zeichen dafür, auf dem richtigen Weg zu sein.

Gelegentlich führen Änderungen natürlich auch in Sackgassen.
Ihr erinnert euch vielleicht an meine große Freude auf diese Zahnbürste.
Xlarge 
Sie kam an und war wie erwartet schön.
Nur war sie nicht praktisch.
So was blödes.
Ich hatte so sehr gehofft, wir könnten die allerdicksten Freunde werden.
Anstatt sich die Zähne vorzunehmen, hobelte der Holzstil meine Mundwinkel an (aua!).

Nach ein paar Tagen musste ich kapitulieren und mit hängendem Kopf zum Vorgänger zurückkehren.
Das konnte aber nicht die Lösung sein!
Ich begab mich daher auf die Suche nach einer Mundwinkelschonenenden Alternative und fand ausgerechnet im Normalo-Drogerieladen diese Option:
Zahnbüste Öko-Dent Mittel, 1 St
Sie ist zwar aus Plastik, macht aber trotzdem nicht viel Müll.
Sobald die Borsten abgearbeitet sind, werden sie einfach ausgewechselt (nicht der ganze Kopf, wie bei meinem allerersten Versuch, nur die Borsten)!
So easy.
Es gibt sie in allen Härtegraden - ein echter Pluspunkt, denn bei ihrem Holzkonkurrenten waren die Borsten eher waschlappenweich, was sich irgendwie in der Praxis nicht nach vertrauenswürdiger Reinigung anfühlt...

J. lacht mich aus, weil ich einen Zahnbürstenpost mache.
An alle, denen es ähnlich geht: Verzeihung!
Ich plane nie wieder darüber zu schreiben, weil ich mit diesem Bürstenfund alt, grau und glücklich werde.

In diesem Sinne: Auf saubere Zähne!

Mittwoch, 17. Juni 2015

Mission Schaumbad

Salut ihr Lieben!

Während es mit dem (beinahe) müllfreien Brot-, Brötchen- und Gemüseeinkauf schon ganz gut klappt, stehe ich bei der Kosmetik ziemlich ratlos da.
Wo wird denn Schminke ohne Verpackung verkauft?
Und wie soll das zum Beispiel mit Mascara ohne mittelgroße Sauerei gehen?

Schwierig, schwierig.

Etwas einfacher ist es zum Glück beim Duschen.
Es gibt da nämlich diese wunderbare Kette, die auch eine Filiale in der Löwenstadt betreibt.
Vor ein paar Wochen fasste ich mir ein Herz und stürzte mich ins Seifenvergnügen.
Das Ergebnis (von unten nach oben):
Shampoo, Conditioner und Hand- und Körperseife.
Ohne Schnickschnack und Gedöns.


Besonders beim Shampoo war ich skeptisch, da meine Haare und Kopfhaut sehr wählerisch sind und mich bei falscher Wahl mit Jucken und Unkämmbarkeit bestrafen.
Nachdem ich jetzt aber schon eine ganze Weile in der Erprobung bin und es noch kein Gemecker gab, ist mein Fazit:
GROßARTIG!

Ich liebe den Duft der drei Errungenschaften.
Ich liebe es, Seife und Shampoo selbst aufzuschäumen.
Ich liebe den Anblick der Stücke.
Keine Werbung, keine Versprechungen, nur die blanke Seife.
Wundervoll.
Alles in allem:
sehr zu Empfehlen.

Freitag, 12. Juni 2015

with passion or not at all

Salut ihr Lieben!

Da sind sie (noch verpackt):


Tadaaa!


Ich bin aufgeregt.
Richtig.
Himmel noch mal.
Allein der Gedanke, die Plakate zu verteilen.
HILFEEEE.

Und:
Oh-mein-Gott-was-mache-ich-wenn-sich-keiner-anmeldet???
#bessernichtdrandenken

Was meint ihr?
Werbung gelungen oder ganz und gar nicht?