Freitag, 29. Mai 2015

Brot und Brötchen, Brühe und Braten bringt die Braut dem Bräutigam...

.... sehr gerne in einem schönen Beutel.
Wenigstens mal Brot und Brötchen.
Beutel und Brühe sind ja eher nicht so die Knallerkombi und der Braten käme bei uns eh nicht auf den Tisch.

Das Wochenende ist in greifbarer Nähe, J. hat seinen letzten Arbeitstag vor der Elternzeit
(2 Monate frei - olé!) und es wollen Brötchen eingekauft werden!
Ich hatte ja darüber philosophiert, wie viele Brötchentüten sich mit einem einzigen Brötchenbeutel einsparen ließen und habe daher in einer ruhigen Minute mit einem körenden Iko zu meinen Füßen diesen Schatz genäht.


Der Praxistest steht noch aus, rein optisch finde ich ihn aber für meine dürftigen Nähkünste gelungen. NATÜRLICH hätte ich besser türkisfarbenes Garn verwenden sollen. Das fiel mir aber erst ein, NACHDEM alles vernäht war. Alles noch mal auftrennen? - Zu viel Arbeit.
Lieber an die 80-20-Regel denken (mit 20% Aufwand 80% des Erfolges erzielen - hier: einen funktionsfähigen Beutel herstellen)...

Kurzum: für ein 5 Minuten Projekt mit unzufriedenem 10 Monate Baby, das ständig auf das Pedal drückt und somit flüssiges Nähen fast unmöglich macht, ist das Ergebnis total in Ordnung.


Versucht habe ich mich auch an selbstgemachter Zahnpasta (bestehend aus Kokosöl, Backpulver und ätherischem Öl). Wir werden leider keine Freunde.


Es kennt nicht zufällig jemand ein Zahnpasta-Rezept, das schmeckt (nein, ich will meine Zahnpasta nicht essen, aber Backpulver im Mund ist geschmacklich doch eine kleine Herausforderung) und das Gefühl sauberer Zähne hinterlässt?

Mittwoch, 27. Mai 2015

Weltschönster Einkaufszettel

Salut ihr Lieben!

In diesen Tagen aale ich mich in Gedankenbädern, wo ich Müll produziere, den ich durch SCHÖNE und haltbare Alternativen ersetzen kann.
Es tut mir leid, dass ich da im Augenblick so draufherumreite.

Ich liebe Experimente und von solchen, von denen die Welt vielleicht ein klitzekleines bisschen besser wird, kann ich einfach nicht die Finger lassen.

Nun denn.
In diesen hochmodernen Zeiten, in denen wir leben, gehen die meisten von euch sicherlich mit einem "Smartphone-Einkaufszettel" durch die Läden dieser Welt.
Dafür bin ich viiiiiel zu altmodisch, beziehungsweise technikunbegabt.
Für jeden Einkauf einen neuen Zettel schreiben und den dann wegwerfen, ist aber natürlich auch nicht der Bringer (wie mir seit 2 Tagen klar ist, ähem).

Daher kam heute das Laminiergerät zum Einsatz und zauberte diese beiden Hübschen.



Sie sind perfekt.
Blau, Weiß und Pink. Gemustert. Und durch die Laminierfolie mit Folienstift hundertmillionenmal wiederbeschreibbar.
Einziges, neues Problem: Einkaufen im Regen.^^
Lösung: Zettel erst IM Laden herausholen.
Das müsste zu schaffen sein!
 

Dienstag, 26. Mai 2015

No Waste. Is that even possible?

Salut ihr Lieben!

Vor ein paar Wochen stolperte ich über Lauren Singers Blog "Trash is for Tossers".



Als Beweis für die Ernsthaftigkeit mit der sie das Thema  Müllvermeidung betreibt, hier ihr GESAMTER Müll aus 2 Jahren.


{source}
2 Jahre!


WOW.
Diese Frau ist der Wahnsinn.

Das war alles, was ich einige Augenblicke lang denken konnte.
Und dann begann das Gedankenkarussel.
Kam das schlechte Gewissen.

Kam die LUST,
selbst mehr darauf zu achten, wie viel Müll meine Familie und ich produzieren.

Vor ein paar Jahren hatten J. und ich schon einmal eine Zeitlang darauf achtgegeben.
Plastiktüten abgeschafft und alles mit Stoffbeuteln heim getragen.
Obst und Gemüse grundsätzlich lose eingekauft, denn diese kleinen weißen Plastiktüten sind im Grunde genommen absolut überflüssig.
Wir begannen, Leitungswasser zu trinken.
Mit dem Harz vor der Tür,
der Braunschweig in großen Teilen mit gutem Trinkwasser versorgt, kein Problem.
Eine Zeit lang hatten wir sogar Zahnbürsten, bei denen man nur die Köpfe auswechselte, den Stil aber behielt und diesen unnötigen Müll vermeiden konnte.

Was habe ich mich damals Müllvermeidungs-Ninja gefühlt.
Ich. Müllvermeider. Ha. Haha. Hahahahaha.
Schnauf.
Äääähhhhmmmm.
Leider nein.

Da geht nämlich noch jede Menge.
Leider leider lebe ich nicht in der Multi-Kulti-Stadt NYC, wie Lauren, sondern in Braunschweig.
Wir haben hier Ingenieure. Viele.
Und VW.

Die mögen Fleisch und Autos und Technik überhaupt und Sachen berechnen und lauter solche Dinge.
Und so verwundert es auch nicht recht, dass es hier keinen No-Waste-Laden gibt.

ABER.
Das ist natürlich keine Entschuldigung!
Nehmen wir den Brötcheneinkauf am Wochenende:
Eine Papiertüte für Brötchen, eine Tüte für süße Brötchen.
Jedes Wochenende.

Aussehen könnte es auch so:
Ich reiche einen aus einem Lieblingsstoff selbstgenähten Beutel für die Brötchen über den Tresen.
Und wenn ich auf Trennung stehe (eher nicht), dann gleich danach noch einen zweiten für die süßen Brötchen.
Und dann trage ich nicht nur die leckerste, sondern auch die am schönsten verpackte Beute heim.
Und all die anderen Brötcheneinkäufer sehen meinem Beutel noch lange neidvoll nach und denken: so einen schönen Beutel will ich auch für meine Brötchen!
Jedes Wochenende, bis ans Ende der Zeit.
Überlegt euch mal, wie viele Papiertüten das sind!
Bäm! Einfach überflüssig!

Ist das nicht großartig?
So wenig Aufwand!
Kyra ist motiviert.^^

Lauren empfiehlt Anfängern folgende 5 "Startpunkte":

1. Stoffbeutel, statt Plastiktüten (check)
2. Plastikflaschen vermeiden und stattdessen wiederverwendbare Flasche nutzen (check)
3. Kaffee to go in eigenem Becher trinken (ich trinke nicht gern to go, also quasi-check)
4. Recyclebare, Platikfreie Zahnbürste verwenden
5. Kleidung Second Hand kaufen

Erwischt!
Also suchte ich nach Bambus-Zahnbürsten und fand diese Schönheiten:

http://www.livona.de/wp-content/uploads/2014/09/HydroPhil-Zahnbuerste-Blau-ganz.jpg 

Als visueller Typ ist es mir natürlich wichtig,
dass die Dinge nicht nur toll SIND, sondern auch toll AUSSEHEN.
(Ja, richtig. Das gehört eigentlich andersherum.)

Jedenfalls. Ich bin verliebt in diese Bürste.
Sie ist vegan (da lacht mein Vegetarier-mit-Vegan-Ambitionen-Herz),
100% biologisch abbaubar und sieht so aus, als sei Müllvermeiden ein großer Spaß.

Sie ist bestellt und der Praxistest steht aus.


Bleibt Punkt 5: Second Hand Kleider kaufen.
Mein Kopf sieht diesen Punkt ein.
Die Kleidungsindustrie verbraucht Unmengen Wasser.
Jedes Baumwollfeld ist eines weniger, auf dem Nahrungsmittel angebaut werden und es gibt tausende Gründe mehr.
Und doch höre ich ein: "ABER" in meinem Kopf.
ABER: Neue Sachen sind soooooo schön!
ABER: es dauert so lange, bis man in einem Second Hand Laden was gefunden hat, das wirklich gut aussieht und dann ist es meistens in der falschen Größe.

So lamentiert mein Hirn vor sich hin.
Ich lasse es maulen, denn es ist okay, dass der Gedanke an Veränderung keinen Jubel auslöst.

Unser Gehirn arbeitet super effizient. Dazu gehört, dass es "Autobahnen" für Alltägliches ausbaut.
Und wenn ich die Autobahn "Neue Kleidung = Shoppingmall" stilllegen will zugunsten des Schleichpfades "Neue Kleidung = Second Hand Laden", MUSS es seinen Unmut äußern dürfen.

Ich bleibe trotzdem dabei und wage den Selbstversuch:

Neue Kleidung nur gebraucht.
 Wie lange? Sagen wir.... 2 Monate?
 Ob ich das durchhalte?
Ich bin gespannt!
Und du?
Was hälst du von Lauren's Tipps?
Ist Müllvermeidung für dich überhaupt ein Thema?
Und: hast du Lust, mitzumachen?
2 Monate nur gebrauchte Kleidung kaufen?

Freitag, 22. Mai 2015

klare Botschaft

Salut meine Lieben!

Diese Woche hatte eine wichtige Lektion für mich parat und hat da auch keine Missverständnisse aufkommen lassen:

"Mach dir klar, worauf du Lust hast und dann: TU ES." 

Als Resultat darf ich ab Oktober zahlreiche Seminare und Themenabende zu wahnsinnig spannenden Themen gestalten. Zuletzt fiel mir ein, dass es ganz großartig wäre, wenn es eine Mama-Gruppe gäbe, in der die eigene, nicht so schöne Geburtserfahrung besprochen und verarbeitet werden kann.
In meinem Bekanntenkreis gibt es doch einige Frauen, deren Geburt
(also nicht die eigene. Eigentlich müsste man sagen: deren Gebären - oder? Gibt es dafür ein richtiges Wort und es fällt mir nur gerade nicht ein??)
schwer bis traumatisch verlaufen ist und alle vermissen einen Ort, an dem sie das Erlebte in Ruhe und mit verständnisvollen Menschen aufarbeiten können.

Gedanken gehabt.
Gedanken mitgeteilt.
Begeisterung hervorgerufen.
Neues Seminar auquiriert.

Beinahe schäme ich mich ein bisschen, weil es so einfach geht!
Aber nur beinahe.

Vior allem wundere ich mich, dass ich das nicht schon viel eher ausprobiert habe!
Und genau dazu möchte ich dich heute ermutigen:
Tu es!

Zum Beispiel am Wochenende:
Seele baumeln lassen

36 Stunning Bohemian Homes You'd Love To Chill Out In 

Mittwoch, 20. Mai 2015

Muttersein bereuen dürfen

Salut meine Lieben!

 Ich habe lange überlegt, ob ich mich in die #regretting motherhood - Debatte einmische oder nicht.
Nachdem ich heute den Artikel aus der Süddeutschen gelesen habe, möchte ich doch auch einen kleinen Gedanken einbringen.

Zunächst einmal: alle Mütter der Studie, die den Wirbel verursacht hat, betonen, ihre Kinder zu lieben. Sie sind froh, dass diese Kinder da sind.
Nur sie haben für sich entdeckt, dass Muttersein nicht das Richtige für Sie ist.
Und das ist in Ordnung!

 Wie viele Leute machen ihren Führerschein und stellen Jahre später fest, dass sie gar nicht gerne Auto fahren? Um festzustellen, ob unseres liegt oder nicht, müssen wir es häufig ausprobieren. Erleben, wie es sich anfühlt, wie es uns damit geht.

Nun kann ich das Autofahren einfach sein lassen, das Muttersein hingegen nicht.
Und das ist nicht schlimm.
Erwachsensein ist auch nicht für jeden etwas, doch wir werden es nie mehr los, sobald wir es einmal sind.
Und genau an dieser Stelle kommt mein Gedanke:
Was BRINGT die Reue?
Wie hilft sie, mit der Tatsache zu leben?
Fällt es leichter, voller Reue den Alltag zu gestalten? 

NEIN.

Die Reue ist eine treue Schwester, so wie die Angst.
Sie sagt uns: "Du, hier läuft was nicht rund. Das passt so nicht. Bitte ändere etwas!"

Wenn ich die Reue ernst nehme, dann führt sie mich zum Problem.
Gibt es da Glaubenssaetze , die mir nicht gut tun?
Passt meine Vorstellung davon, wie eine Mutter sein sollte vielleicht gar nicht zu mir?
Trage ich mehr Last, als ich Schultern kann? 
Habe ich keine Gelegenheit, mich selbst zu verwirklichen? 

Nicht jede Frau wird als Mutter geboren.
Da kann ich gut mitgehen.
Sich die Reue einzugestehen, ist stark und wichtig.
Und ihr zuzuhören und sich auf den Weg zum eigenen Glück zu machen, das verdient jede Frau.

Ich bin dagegen, die Gesellschaft für ihre Bilder von Mutterschaft zu verteufeln. Wir werden die Menschen (zum Glück!!) nicht ändern. 
ABER: unsere Sicht auf die Dinge und unseren Umgang mit ihnen, das haben wir beides in der Hand.

Und genau dazu möchte ich dich einladen!
Was bereust du? Schau genau hin!
Und dann trau dich! Und wandele es, bis es zu DIR passt! 

Dienstag, 12. Mai 2015

unerwartete Verluste

Salut ihr Lieben!

Das Muttersein bringt völlig unvorhergesehene Freuden mit sich:
kaputte Wecker, herausgerissene  Nachttischtüren  
und jüngst bespuckte Easyboxen (bei uns verantwortlich für Internet und Telefon).
Das war ein ausgezeichneter Treffer, der uns für die nächsten Tage die Freuden des analogen Lebens wieder vor Augen führt.

Ich melde mich, sobald die Flecken beseitigt wir wieder in der Lage sind, am modernen Sozialleben von heute teilzunehmen! ^^



Sonntag, 10. Mai 2015

Wochenendliebe

Salut ihr Lieben!

Sind wir nicht gesegnet?
Allein das Wetter in den letzten Tagen!


Wir durften den Rest der Woche in Leipzig verbringen, das mit nur 2h Fahrt von uns aus ein neuer Lieblings-Kurzurlaubsort wird.
So wunderschön!
Allein für den Zoo könnte ich 4x im Jahr hinfahren!

Mit Iko waren wir zuvor noch nicht im Zoo und er hüpfte mir beinahe aus der Trage beim Anblick der ganzen bunten Fische und Korallen, die wir ganz zu Beginn bestaunten.
(Hier eine Auswahl seiner Lieblinge, die mit sehr viel "BA-BA-BAAA" (Begeisterung) und "Ä-DÄI" (GROßE Begeisterung) gelobt wurden)





Was seine Vorliebe für knallige Farben und tolle Formen angeht, kommt er jedenfalls schonmal nach mir^^
Das Gondwanaland, unser nächster Zwischenstop, ist wie ein Zoo im Zoo.
Oder ein Regenwald im Zoo. Oder ein (etwas zu warmes) Paradies im ... Himmel? Zoo.
Wie auch immer.
Wir jedenfalls waren eeeewig drin und danach eigentlich geplättet für den Tag.


Mit letzter Kraft konnten wir uns noch zu den Elis, heimischen Tieren und FLA-MIN-GOS schleppen.
Alle weiteren Bewohner lebten zu weit weg für unsere kurzen Beine unterirdische Ausdauer.
Nächstes Mal wird das ganz anders. Wir gehen jetzt ins Gondwana-Trainingslager.
Dann Tanzen wir durch die mindestens 100% Luftfeuchtigkeit und legen anschließend einen gemütlichen Marathon zu den Affen, Giraffen, Löwen und anderen Langstrecken-Besuchsattraktionen hin. Ha! Der Zoo macht uns (dann nicht mehr) klein!


 Kaum wieder in der Heimat angekommen, spurtete ich zu Braunschweigs erstem Designmarkt
(den konnte ich mir natürlich auf keinen Fall entgehen lassen).
Dass "Schmuck" auf dem Plakat an erster Stelle steht, kommt vielleicht nicht von ungefähr.
Viele Besucher meckerten, es gäbe viiiiiiieeeeel zu viele Schmuckstände.


Ich seh das ja so: Schmuck kann man nicht genug haben.
Man wächst nicht raus und je mehr da ist, desto besser findet man was Passendes zum Tagesoutfit.
Zugegeben: meine Outfits müssen zur Zeit eher die Kategorien "Darauf-sieht-man-Spuckflecken-fast-gar-nicht" und "Mich-kannst-du-nicht-zersabbern/zerreißen" erfüllen und Outfits dieser Klasse kommen gänzlich ohne Schmuck aus.
Aaaaaber: es kommen ja auch wieder andere Zeiten. Irgendwann. Vielleicht. Hoffentlich?


Diesem Motto getreu habe ich also Schmuck gekauft.

 Wie hätte ich auch an diesen Ohrringen vorbei gehen können?
Rufen sie doch laut und fröhlich: Indien! Gold! Schnörkel! Neue Kyra-Lieblinge!

Und als Nachwehe der wunderschönen Leipziger Originale, die ich leider nicht in meine Wohnung mitnehmen konnte, wollte auch der Flamingo mit.
Die gut frisierte Dame neben ihm ist ein Mitbringsel aus der Messestadt.

Ich finde, die beiden sind ein tolles Paar und würden sich gut an meiner Wohnzimmerwand machen.
Allein, der Vogel braucht einen Käfig Rahmen.






Iko findet:
So ein Wochenende, das haut einen aus den Socken.
Was meinst du?