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Freitag, 10. Juni 2016

Selber machen

...finde ich immer gut - vorausgesetzt die Zeit dafür ist da.
Und da Zeit trotz des beinahe zweijährigen Sohnes momentan dank Mutterschutz kein so knappes Gut ist, wie sonst, komme ich dazu, langumschwärmte Projekte umzusetzen.

Und so sind unsere 4 Wände nun um einige Pfeile und Holzkugeln reicher, als zuvor.


Mit bald 2 keinen Kindern ist es immer von Vorteil, wenn Dekoration möglichst bruch- und spielsicher ist. Holz steht bei uns daher ganz hoch im Kurs. Und als Dana kürzlich eine großartige Holzkugelgirlande bastelte, war klar: sowas muss ich auch machen. Ihrem DIY inklusive großartiger Anleitung will ich gar nicht versuchen, das Wasser zu reichen - für Inspiration also einfach bei ihr nachlesen. Ich habe es mir natürlich etwas einfacher gemacht (und es geschafft, NOCH preiswerter zur Kugelkette zu kommen) und das ging so: In einem der liebsten Stöberläden gab es diese Ketten auf Zwirn gefädelt. Kurzerhand kamen zwei Ketten mit und wurde Lederband besorgt. Ketten zerschnitten, weiße Kugeln aussortiert, Holzkugeln auf das Lederband gefädelt und voilá, c'est ca.


Iko ist begeistert von der Kette und schleift sie als Beute stolz durch die ganze Wohnung hinter sich her oder versucht heruaszufinden, wie um alles in der Welt man die Kette dann wieder so auf den Tisch legen kann, dass sie nicht herunterrutscht!
Die Kette ist somit nicht nur schön anzusehen, sondern auch TOP-Universalspielzeug mit großartigen Möglichkeiten, die Motorik zu trainieren. Ich warte nur darauf, dass er feststellt, dass man die Knoten des Lederbandes aufpulen kann - dann beginnt der wahre Spaß!


Oben im Bild gab es auch schon einen Blick auf meine beiden grünen Geburtstagsneuzugänge.
Die Luftpflanze...


... und endlich endlich den Bonsai.
Ich bin verliebt und hoffe auf einen ausreichend grünen Daumen.



Das zweite Projekt hängt seit Monaten in der Warteschleife, seit ich dieses Bild gesehen habe:

 

Aber 30 Aufkleber für 32€?
Das musste auch günstiger selbst zu machen sein - und war es natürlich auch (ca. 6€??).
Der Bastelladen des Vertrauens bot die passende Klebefolie.
Eine Schablone war schnell gemacht und der Rest reine Fleißarbeit, die mit guter Musik in ca. 1,5h auch erledigt war. Anders als im Vorbild habe ich nur die Hälfte der Pfeile mit gefransten Enden versehen und die andere Hälfte im Stück gelassen, da beide Formen ihren Reiz haben.
 
(Und wem die kleine Schere hier erneut aufgefallen ist: JA, mit der mache ich ALLES)


Nun läuft ein fröhliches Pfeilband durch das Kinderzimmer, das nach und nach Gestalt annimmt.
Hierzu hoffentlich noch vor der Geburt mehr, denn wie das immer so ist: die Pläne sind groß, bunt, leuchtend und erstrebenswert, nur in der Realität wird nicht einmal die Hälfte davon umgesetzt.
- Geht das nur mir so?

Was machst du gerade selbst? Und ist es nicht erstaunlich, dass ich trotz neuer Kamera noch immer unterirdische Bilder mache?

Sonntag, 1. Mai 2016

Küchen Update

Einen frohen Tag der Arbeit in die Runde!

Sonntag und Feiertag zugleich ruft förmlich danach, daheim zu bleiben und in den eigenen 4 Wänden Dinge anzugehen, die schon lange drücken.
Im Laufe dieser - inzwischen ziemlich fortgeschrittenen - Schwangerschaft ist manches liegen geblieben, auch weil wir überlegt haben: zurück in die alte Heimat? Wohneigentum erwerben?
Nun haben wir einen Kurs gesetzt und bleiben hier. Gleiche Stadt, gleiche Wohnung. Und das für mindestens 2 Jahre.
Daher: keine Ausreden mehr, Störfaktoren zu ignorieren.
Unsere Wohnung ist gut geschnitten und reicht für 4 Leute allemal aus.
Nur richtig gut genutzt ist noch nicht jeder Winkel und so kam es in den letzten Monaten immer wieder zu Stauraumengpässen. Und neben bloßem Mangel an Funktionalität war mir ästhetisch zuletzt vor allem die Küche ein Dorn im Auge. Ich träume sehr bildreich und detailliert von einer tollen Einbauküche. Allerdings sprengen meine Vorstellungen gerade unser Budget und in einer Mietwohnung eine Traumküche zu realisieren muss ja nun vielleicht auch nicht sein.
Zumindest aber konnte es nicht bei diesem wilden Gewürfele bleiben...

Ein großer Störfaktor war für mich immer unser Küchenschrank. Ich habe viel Arbeit in ihn gesteckt und J. und ich haben ihn uns gemeinsam ausgesucht, doch irgendwie wollte er nicht in die Küche passen. Er war zu laut und zog alle Aufmerksamkeit auf sich, selbst nachdem ich ihn farblich dem Weiß der Küche angeglichen hatte. Kurzum: er musste weg.

Und da wir für Iko und Baby #2 eine großartige antike Weichholzkommode als Wickeltisch gefunden hatten (, die ich in hundert Jahren vielleicht auch noch mal zeige...), war die Kommode der liebsten Freundin frei, die ich schon immer immer immer in der Küche haben wollte. Darüber, das stand sofort fest, mussten weiße Hängeregale.

Jaaa... ich war selber überrascht, dass ich Hängeregale wollte, bin ich doch sonst ein großer Fan von Schränken mit undurchsichtigen Türen, weil man dahinter so wunderbar alles Unschöne verstecken kann. Hängeregal machen das Verstecken ja nun eher schwer...
Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wollte ich sie.
Mit Geschirr drauf.
Quasi als kleinen Appell an mich, öfter mal herzuzeigen, was ich habe, anstatt alles hinter geschlossenen Türen zu horten.
Und da Projekte bei mir grundsätzlich über's Knie gebrochen und vorher nie perfekt durchdacht werden, fuhren wir gestern schnell in den Baumarkt und waren wenig später ebenso stolze wie über den geringen Preis begeisterte Besitzer eines bereits zugesägten weißen Furnierbrettes (für 2 Regalbretter) und 4 passender Konsolen (ich dachte ja, die Dinger heißen einfach auch Winkel. Aber nein: für ein Regal nennt sich sowas Konsole. Wieder was gelernt!).

Anbringung war easy-peasy, die Männer ergriffen freiwillig die Flucht, als es ans Einräumen ging (J. wörtlich: "Oh Gott, dekorieren. Komm Iko, wir gehen Ballspielen!") und so genoss ich nach vielleicht 3 Stunden diesen Anblick:


Große Liebe.
Perfekt? Natürlich noch lange nicht. Aber sooo viel besser als zuvor.


Im Zuge meiner immer mal wieder aufflackernden Minimalismus-Sympathie ist das ausgestellte Geschirr tatsächlich fast unser Gesamtbesitz (wenige Farbexplosionen und Iko's Muster- und Tierreiche Kinderteller und -becher mal ausgenommen. Die verstecken sich in der Kommode).


Der (Rosen?)-Quarz-Kerzensständer lief mir im Fairkauf über den Weg, den ich wegen seiner unglaublichen Preise fast noch lieber mag, als Flohmärkte. Das weiße Schälchen vor dem großen Bonbonglas hat noch ein Geschwister und stammt von Contigo, einer Fairtrade-Kette, die nun endlich auch bei uns Einzug gehalten hat. Die Hornschale unten rechts neben den Bechern ist ein Fund der letzten Handmademesse und begeistert mich immer wieder (sooo eine große Schale aus einem einzigen Horn!? Das ist möglich, weil das Horn aufgeschnitten und erhitzt wird. Die so entstehende Platte kann dann in eine beliebige Form gebracht werden).



Die Holzschale links stammt ebenfalls vom Contigo, mein geliebtes Messingtablett brachten mir meine Großeltern in der Kindheit aus Marokko mit und der Blumentopf stammt von der Schwiegermutter aus diesem Frühling. Er war knallgrün und beherbergte Narzissen und passt sich jetzt ergraut und wie Beton ausschauend wunderbar ins Farbschema ein.



Die Muschel ist ein weiterer Fairkauf-Fund und die handbemalte Schale stammt aus dem Afghan-Warehouse. Ich sagte es schon mehrfach: gefährlicher Laden für jeden, dessen Herz ein bisschen Hippie schlägt...


Unerwartet zufrieden bin ich auch mit meinem ersten Versuch, unansehnliche Pressholzschnittstellen zu kaschieren. Dafür gibt es im Baumarkt Bänder, die direkt auf die betroffene Stelle gebügelt werden. Zugeschnitten, angelegt, drübergebügelt. Ein bisschen festdrücken (z.B. mit einem kleinen Holzstück darüber fahren) und das überstehende Band mit einem Cutter abschneiden. Die Kanten glattschmirgeln - fertig.


Großer Handlungsbedarf besteht noch bei der Kommode.
Der Plan: sobald der Mutterschutz beginnt schleife ich die Türen und Schubladenfronten ab und belasse sie entweder in Natur oder streiche sie Weiß. Die Griffe werden ersetzt durch Ledergriffe.
Und das wilde Durcheinander aus unterschiedlichen Aufbewahrungsgläsern und Gewürzgläsern muss vereinheitlicht werden.


Für den Moment bin ich aber extrem zufrieden mit dem Erreichten.
Welche Projekte gehst du gerade an?

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Christmas preparations

Salut ihr Lieben,
nachdem ich Tag für Tag viele wunderschöne Weihnachtsdekorationen gesehen hatte, im Laden dann aber immer nichts zufriedenstellendes fand, rettete mich gestern der gute Wochenmarkt.
Mit randvollen Taschen kam ich heim, werkelte wie wild und kann mich nun auch ENDLICH in den fröhlichen Chor der Weihnachtsdekorierenden einreihen.

Mein Herz schlägt in diesem Jahr fast nur für Misteln (daher war der Markt so hilfreich, weil großes Angebot zu vernünftigen Preisen), gold, silber und natürlich Glitzer. Schließlich bin ich ein Mädchen und das fordert an Weihnachten seinen Tribut.


Für Adventskränze konnte ich mich dieses Jahr nicht begeistern, daher wurde es ein "Gesteck". Vier Kerzen mit diesen tollen Kerzenfestklebepunkten auf kleinem Silbertablett fixiert, Moss drumherum und Misteln, Federn und Kugeln dazu - fertig.


Völlig unerwartet traf mich dieses kleine Bäumchen - der erste Tannenbaum in dieser Wohnung. Er war bereits "Schneebesprüht". Eingetopft in eine mit Moos ausgelegte Glasvase und geschmückt mit der süßesten kleinen Lichterkette ever, erneut Misteln, Kugeln und Federn konnte er mich überzeugen, dass eine kleine Tanne doch sehr viel weihnachtlicher ist als die Zweige der letzten Jahre.


Den Wohnzimmertürrahmen schmücken wie letztes Jahr die Eis/Tannen???-Zapfen, in der Version von 2013 allerdings mit Misteln, Troddeln und goldenem Band. Man muss sich ja schließlich steigern, nech...



Sogar der Adventskalender der liebsten Mutter passt sich hervorragend dem Farbkonzept an, offenen Ohren für aktuelle Deko-Fimmel zum Dank. :-)




Der Schreibtisch und meine Wenigkeit sind weihnachtsfreie Zone, allerdings zeigt sich auch hier neben einer Vorliebe für viiiele Muster, eine Vorliebe für Glitzerkram. Der silberne Stiftebecher ist übrigens mein Taufbecher, in den meine Eltern meinen Namen und das Geburtsdatum haben eingravieren lassen. Jahrelang fristete er ein unglückliches Dasein in Kisten und Schubladen. Über seine neue Bestimmung bin ich daher besonders froh, erinnert sie mich doch immer daran, wie gerne ich Kind gewesen bin.

Zu guter letzt noch meine "Nikoläuse" für morgen.
Ein Besuch beim Schweden machte mich schockverliebt in diese Schokodalarnas.
SO viel süßer als so ein normaler Nikolaus oder??
Natürlich mussten auch sie mit Misteln und Silberglitzerband geschmückt werden.
Sind sie nicht wunderschön so in Reihe?




 Wer sich jetzt fragt, ob meine Fenster bei all dem Weihnachtsgebastel vollkommen leer ausgehen - sie tun es nicht. Allerdings wird der Platz hier eng, die Konzentration knapp und es mangelt noch an einigermaßen vernünftigen Bildern. Vielleicht ja am Wochenende...?

Bis dahin habt einen wundervollen Nikolaus!


Montag, 18. November 2013

Do you have a card?

... Musste ich bis vor kurzem verneinen.
Aber jetzt sage ich nur froh:
Oh why YES!

Das Muster kennt ihr bereits.
J und ich haben uns einen Spaß daraus gemacht, aus einem einzigen Kringel ein komplexes Muster zu puzzeln und mit dem Ergebnis bin ich äußerst zufrieden.



Karten gedruckt, kritisch beäugt und befunden: da fehlt noch was.
Ein Goldrand. Für ein klitzekleines bisschen Dekadenz.
Also goldenen Permanent Marker gezückt und fröhlich den Rand veredelt.





Love.

Montag, 14. Oktober 2013

Agate slices

In der vergangenen Woche kam mir die Idee, Bilder aus Achatscheiben zu zimmern, um sie im Wohnzimmer über den Esstisch zu hängen.


Also sechs Achatscheiben beschafft und sechs -räusper- gleiche (so war der Plan) Bilderrahmen sowie hellblaues Papier als Hintergrund und goldenen Filzer für die Randverschönerung.
Weil ich, wenn bastelwütig, mit schöner Regelmäßigkeit den Blick für's Detail verliere, wurden aus den sechs gleichen 2x3 gleiche Rahmen, was mir natürlich erst aufgefallen ist, als alle Bilder schon AN DER WAND hingen...


Beinahe professionell war aber meine Skizze, mit der ich mir eigentlich Maßarbeit sparen wollte.
Dabei hatte ich leider nicht bedacht, dass Geometrie nicht so meins ist, weshalb ich eeeeeewig für diese Zeichnung brauchte. Dann spielten mir unsere Wände wieder einmal einen Streich. Die sind nämlich frecher Weise an verschiedenen Stellen unterschiedlich hart. Ich schreibe hier jetzt nicht, wie viele Nägel Tribut diese Wand gefordert hat, weil es mich zu sehr beschämt.
Vielleicht muss ich den selbstverliehenen Titel "gute Naglerin" doch wieder zurückgeben.


Irgendwann hatte ich die Wand jedoch bezwungen.
 Die Vorbereitung der Scheiben war seehr viel einfacher: Filzer raus, Ränder der Scheiben nachfahren, trocknen lassen, fertig.


 (Hier hatte ich noch nicht bemerkt, dass die Rahmen verschieden sind. Der links-untere Rahmen wanderte nach meiner Entdeckung in die obere Reihe, Mitte. Auf diese Weise sind die Reihen wenigstens einheitlich.)



Abgesehen von meiner kleinen Unaufmerksamkeit gefällt mir dieser Neuzuwachs sehr.
Was habt ihr am Wochenende so gebastelt?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Bilderrahmenkäufen gemacht?

Freitag, 11. Oktober 2013

Cinderella and the pumpkin

Inspiriert vom gestrigen Post machte ich mich auf die Suche nach Zierkürbissen und griff, wieder daheim, zu gold, weiß und blau. Hellblau. Oder sollte ich sagen: Cinderellablau?
Beim Malen drängte sich dann auch noch das Bild von der Kürbis-Kutsche auf und ich musste einsehen:
die kitschige wundervolle Welt meines Lieblingsmärchens aus Kindertagen übt noch immer eine große Macht über mich aus.

Ich schwelgte also ein bisschen in der Erinnerung an die Traumkutsche

http://www.lineerror.de/wp-content/uploads/Cinderella-Kutsche-300x234.jpg 
 
und drapierte dann meine Kürbisse in der Nähe des inzwischen beinahe königlichen Rahmens für den New Yorker Spaziergänger (Man beachte die Ähnlichkeit zwischen der Kutsche und meinem blauen Kürbis. Wenn jetzt noch eine gute Fee kommt, steht dem Märchenball heute Abend nichts mehr im Wege).



Versehen mit Goldbeschlag unterstreicht der Rahmen die feine Art des Gentleman und ich bin sicher, er würde einen guten Prinzen abgeben (und vielleicht auch einen passablen Tanzpartner für den Ball? Den Spazierstock schwingt er immerhin recht elegant..).



Sollte es euch jetzt in den Fingern jucken, den einen oder anderen Schwedenrahmen in ähnlicher Weise zu verzieren: versucht gar nicht erst, die Nägel in den Rahmen zu hämmern. Ich habe keine Ahnung, aus welchem Teufelsmaterial die gefertigt werden - Nägel kann man jedenfalls nicht reinschlagen.
Und ich sage das nicht, weil ich eine schlechte Naglerin bin.
Ich habe also nach zahlreichen Versuchen einfach den Nagelhals (??) mit der Zange abgekniffen und sowohl den Winkel als auch die Nagelköpfe mit der guten alten Klebepistole befestigt.
Also ihr Lieben: Nicht nageln, KLEBEN lautet die Devise.

Für passendes Schreibzeug hatte ich schon vor ein paar Tagen gesorgt, als mir der Gedanke kam, statt eines Füllfederhalters eine Kulifeder haben zu wollen.


Die herzustellen geht wiederum sehr einfach: Straußenfeder besorgen, Kiel aufschneiden, Kulimiene rein und bei Bedarf für mehr Stabilität mit Klebeband umwickeln.

Und wenn ich nicht gestorben bin (was, so weit ich das beurteilen kann, der Fall ist), dann vergolde ich wohl noch ein bisschen weiter.

Ende.